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Aktuell News DNA-Analyse nun auch in Vorarlberg
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Das VIVITForschungsinstitut am LKH Feldkirch hat expandiert: das neue molekularbiologische Forschungslabor in der Ulmerstraße in Dornbirn
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Laborleiter Dr. Axel Mündlein
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  DNA-Analyse nun auch in Vorarlberg

Präsentation des VIVIT-Forschungslabors

Bereits seit 2004 ist das erste molekularbiologische Labor Vorarlbergs in Dornbirn in Betrieb. Es ist organisatorisch an das Vorarlberg Institut für Vaskuläre Forschung (VIVIT) angegliedert. Das Labor liefert Hinweise zu Veränderungen der menschlichen DNA bei Herz-Kreislauferkrankungen,  einem Forschungsschwerpunkte des VIVIT. Der Geschäftsführer des VIVIT-Instituts, Prim. Univ. Prof. Dr. Heinz Drexel hat damit das Aufgabengebiet des Instituts erweitert und die Forschung am menschlichen Genom nun auch in Vorarlberg institutionalisiert.

Die DNA, die Desoxyribonuklein-Säure, ist der Informations-Träger für den molekularen Bauplan des Lebens. Jeder Mensch besitzt größtenteils die gleiche genetische Information, kleine Abweichungen in der DNA-Abfolge (DNA-Polymorphismen) machen jedoch die menschliche Individualität aus. Nicht nur das körperliche Aussehen, sondern auch Stoffwechselvorgänge und somit auch die Neigung zu bestimmten Krankheiten werden durch diese Abweichungen beeinflusst. Durch die Entschlüsselung dieser DNA-Abweichungen wird es möglich, seit langem beobachtete Phänomene in der Biologie und Medizin zu erklären und somit auch Krankheiten besser zu verstehen und gezielt zu bekämpfen. Nun hat das Vorarlberg Institut für vaskuläre Forschung (VIVIT) sein Leistungsspektrum um diese wichtige Forschungsaufgabe erweitert: Am 27. September präsentierten VIVIT-Leiter Prim. Univ. Prof. Dr. Heinz Drexel und Dr. Axel Mündlein, Laborleiter, gemeinsam das neue molekularbiologische Forschungslabor des VIVIT in Dornbirn.

 

Genetische Besonderheiten der Vorarlberger Bevölkerung

Die wissenschaftlichen Forschungsgebiete des VIVIT-Labors sind unter anderem Cholesterin- und Fettstoffwechsel, Zuckerkrankheit, Arteriosklerose, Herzerkrankungen, Beingefäßerkrankungen, Übergewicht, Einflüsse von Ernährung und Bewegung auf die Gesundheit. „Mit dem molekularbiologischen Labor haben wir nun die Möglichkeit, die genetischen Besonderheiten der Vorarlberger Bevölkerung hinsichtlich solcher Herz-Kreislauferkrankungen zu erforschen und Rückschlüsse auf die Behandlung zu ziehen“, freut sich Univ. Prof. Dr. Heinz Drexel.

 

Blick in die Zukunft: Abklärung von genetischen Risikofaktoren

Obwohl die DNA-Struktur prinzipiell bereits vor mehr als 50 Jahren entschlüsselt wurde, ist es erst in jüngerer Zeit möglich, durch neue Technologien DNA-Analysen in großem Maßstab rasch und kostengünstig durchzuführen. Durch die steigende Bedeutung genetischer Einflüsse auf fast alle Erkrankungen stellt das molekularbiologische Labor des VIVIT durch die Analyse von DNA-Polymorphismen somit eine passende Ergänzung zu den in Vorarlberg durchgeführten klinischen Studien dar. „Sobald wir die Infrastruktur vervollständigt haben, planen wir, das VIVIT-Labor auch als Routine-Diagnose-Labor einzusetzen und somit die Abklärung von bereits bekannten genetischen Risikofaktoren für alle Vorarlberger Patienten zu ermöglichen“, blickt Prof. Dr. Drexel in die Zukunft.

 


Factbox

Was ist DNA, was sind DNA-Polymorphismen?

Die DNA, die Desoxyribonukleinsäure (engl.-acid), ist der Informations-Träger für den molekularen Bauplan des Lebens. Die DNA-Information liegt in Form eines Codes vor, der durch die Abfolge der 4 Bausteine Guanin, Adenin, Thymin und Cytosin definiert ist und von Generation zu Generation weitervererbt wird. DNA-Polymorphismen kommen im Gegensatz zu Gen-Mutationen in der Bevölkerung besonders häufig vor.

 

Das molekularbiologische Labor

  • Aufbauphase seit 01/2004
  • Inbetriebnahme 10/2004
  • Laborleitung: Dr. Axel Mündlein / Genetiker
  • Präsentation des Labors am: 27.09.2005 - Autohaus Toyota Ellensohn 6850 Dornbirn, Schwefel.
  • Finanzierung:
    Verein VIVIT, Land Vorarlberg sowie Stiftungen (LGT, H.E.M., Propter Homines)
  • Forschungsschwerpunkt: Einfluss von Abweichungen in der DNA-Abfolge ( sog. Polymorphismen) auf die Entstehung bzw. den Verlauf von Herzkreislauferkrankungen sowie Kooperationen mit anderen medizinischen Fachrichtungen (zur Zeit z.B. mit der Abteilung für Kinderheilkunde am LKH Feldkirch) 

 


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (27.09.2005)
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