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Aktuell News Unterwegs in Richtung Heilung: Bioartifizielles Pankreas für Diabetiker
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Dr. Eva Maria (Lilli) Brandtner war vor ihrer Tätigkeit am VIVIT und als Director of Diabetes Program Management für PharmaCyte Biotech, dem Initiator des Forschungsvorhabens, 5 Jahre lang in Singapur als leitende Wissenschaftlerin bei Austrianova (heute ebenfalls Mitglied des Diabetes Konsortiums) tätig und kam dann, unterstützt durch Fördermaßnahmen der EU, in ihre Heimat Vorarlberg zurück. Foto: ©Markus Gmeiner
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  Unterwegs in Richtung Heilung: Bioartifizielles Pankreas für Diabetiker

Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg von Betazell-Ersatztherapie und somit zur funktionellen Heilung von Typ 1 Diabetes zu leisten. Letzterer ist eine Autoimmunerkrankung, die zur Zerstörung pankreatischer Betazellen führt, welche verantwortlich für die Produktion von Insulin sind. Zumeist tritt die Krankheit bereits im Kindesalter auf und die Patienten sind für den Rest ihres Lebens von hochfrequenten Insulin Injektionen abhängig.

Trotz dieser physisch und psychisch belastenden Langzeitbehandlung sind sowohl akute als auch langfristige Komplikationen häufig, oft sind sie schwerwiegend. Betazell-Transplantation ist die einzige Möglichkeit, die physiologische Blutzuckerregulation in Typ 1 Diabetes Patienten wieder herzustellen. Der Anwendung dieser Methode war bislang allerdings durch den extremen Mangel an Spenderorganen und die verheerenden Auswirkungen der mit einer Organtransplantation einhergehenden Immunsuppression eingeschränkt. Letztere kann jedoch vermieden werden, indem man die Betazellen vor der Implantation verkapselt und so vor einem Immunangriff schützt.

Bemühungen dieses Konzept in ein klinisches Produkt umzusetzen waren bisher überschattet von mangelndem Überleben der transplantierten Betazellen. Die implantierten Zellen sterben an der Wirkung von zelltoxischen Zytokinen. Das vorliegende Projekt strebt die Einführung einer neuen Ersatz-Betazellart an, die aus genetisch modifiziertem Lebergewebe stammt und dadurch viel robuster gegen besagte Zytokine ist als pankreatische Inselzellen. Des Weiteren soll die Einführung eines Verkapselungsmaterials mit hervorragender Biokompatibilität die Lebensdauer der Transplantate entscheidend verlängern. Die Kombination aus diesen zwei Neuerungen wird zu einer wesentlichen Verbesserung der Langzeit-Funktionalität transplantierter Insulin produzierender Zellen führen.

Am vorliegenden Projekt sind 10 Institutionen in Europa, den USA, Asien und Australien beteiligt, die sich zum sogenannten Diabetes Konsortium zusammengeschlossen haben (http://www.pharmacyte.com/intldiabetesconsortium/). Dr. Eva Maria (Lilli) Brandtner, Mitarbeiterin der VIVIT, leitet dieses Projekt in ihrer Funktion als „Director of Diabetes Program Development“ für PharmaCyte Biotech (http://www.pharmacyte.com/management/). Zuvor war Dr. Brandtner 5 Jahre in Asiens Biotech-Zentrum Singapur als leitende Wissenschaftlerin bei der Zellverkapselungs-Firma Austrianova ( http://www.austrianova.com) tätig, die ebenfalls Mitglied des Diabetes Konsortiums ist. Dr. Brandtners Rückkehr nach Österreich wurde vom 7. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission (http://www.cordis.europa.eu/project/rcn/110678_en.html) unterstützt.


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (04.04.2016)
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