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Aktuell News Kinderurologie - Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg!
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  Kinderurologie - Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg!

Am vergangenen Donnerstag und Freitag fand am Landeskrankenhaus Feldkirch bereits zum 10. mal die schon traditionelle Kinderurologische Fortbildung mit angeschlossenem OP Seminar statt. Organisiert wurde diese Veranstaltung von Prim. Univ. Doz. Dr. Alfred Hobisch von der Abteilung für Urologie. Kinderurologie ist neben Onkologie einer der beiden Schwerpunkte der Abteilung, die nun bereits seit mehr als 4 Jahren erfolgreich nach ISO 9001:2008 zertifiziert und rezertifiziert ist. Als Referenten und Operateure waren em. Prim. Univ. Doz. Dr. Marcus Riccabona, Prim. Univ. Doz. Dr. Josef Oswald und OA Dr. Bernhard Haid zu Gast. OA Dr. Haid absolviert derzeit eine Ausbildung zum europäischen Facharzt für Kinderurologie (FEAPU, Fellow of the European Academy of Pediatric Urology) am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz. Haben Kinder urologische Probleme? Bei den urologischen Problemen im Kindesalter handelt es sich in erster Linie um Fehlbildungen und deren Folgeerscheinungen sowie um funktionelle Probleme des Urogenitaltraktes. Neben der weit bekannten Problematik der Vorhautenge (Phimose) und des Bettnässens (Enuresis) zählen dazu auch schwerwiegendere Probleme die nicht nur mit oft immer wiederkehrenden Harnwegsinfektionen oder Schmerzen, sondern auch schlimmstenfalls mit dem Verlust von Nieren-, Hoden,- oder Blasenfunktion einhergehen können. Beispiele dafür sind der Hodenhochstand (Kryptorchismus) in all seinen Ausprägungen, der Rückfluss von Harn von der Blase zur Niere (Vesicoureteraler Reflux) oder die ausgeprägten Erweiterungen des Nierenbeckens (Hydronephrose). Seltener treten auch sehr schwerwiegende Fehlbildungen der Harnorgane auf, die ein Eingreifen unmittelbar nach der Geburt notwendig machen, manche Fehlbildungen erfordern umfangreiche Korrekturoperationen um eine akzeptable Funktion und Kosmetik zu erreichen. Aber auch Kinder mit Erkrankungen oder Fehlbildungen des Rückenmarkes oder des Gehirns benötigen häufig kompetente kinderurologische Behandlung und Betreuung, teilweise Jahre- oder Lebenslang. Warum mach Zusammenarbeit Sinn? Die häufigen und gut behandelbaren Erkrankungen aus diesem Bereich sollten natürlich kompetent und wohnortnahe versorgt werden, wozu auch ein verantwortungsvoller Umgang mit der Indikation zu chirurgischen Eingriffen und deren optimale Nachsorge gehört. Gleichzeitig macht es Sinn, in schwierigen Situationen oder bei seltenen Fehlbildungen, die manchmal große chirurgische Eingriffe notwendig machen, guten Kontakt zu einem Zentrum in diesem Bereich zu haben. Bei solchen Problemen ist die optimale Versorgung des Kindes durch erfahrene Spezialisten in einem geeigneten Umfeld wichtiger als die räumliche Distanz zwischen Vorarlberg und Linz. Als einzige eigenständige Abteilung Österreichs ist die Abteilung für Kinderurologie am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern die Einheit mit dem höchsten Patientenvolumen in diesem Bereich in Österreich. Seit Jahren besteht zwischen den Abteilungen in Feldkirch und Linz eine rege Zsammenarbeit. In welcher Form erfolgt die Zusammenarbeit zwischen der Abteilung für Urologie in Feldkirch und der Kinderurologischen Abteilung in Linz? Durch den engen Kontakt der Kollegen aus Feldkirch und Linz besteht ständiger Austausch über schwierige Fälle und gegebenenfalls eine sehr niederschwellige Möglichkeit Patienten nach Linz zuzuweisen. Zusätzlich wurden letzte Woche bereits zum dritten Mal Kinder von Spezialisten aus Linz in Feldkirch operiert. Die Nachsorge für in Linz operierte oder behandelte Kinder erfolgt oft wieder in Vorarlberg. Auch im Rahmen der regelmäßigen internationalen Urologischen Videokonferenz, die jeden Mittwoch stattfindet, werden einmal monatlich komplexe kinderurologische Situationen mit Kollegen aus Feldkirch, Bozen und Kufstein gemeinsam mit den Kollegen aus Linz besprochen. Schließlich ist auch die regelmäßige Organisation von Fortbildungsveranstaltungen ein Ausdruck der regen Zusammenarbeit. Im Jahr 2014 wurden insgesamt 49 Patienten aus Vorarlberg stationär in Linz behandelt, 5 Kinder konnten von Chirurgen aus Linz in Feldkirch versorgt werden.


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (19.03.2015)
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