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Aktuell News Jahresbericht 2006 - Urologie
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  Jahresbericht 2006 - Urologie

Jahresbericht 2006 Abteilung für Urologie LKH Feldkirch

 

Leiter: Prim. Univ. Doz. Dr. Alfred Hobisch  

 

Fachärzte: OÄ Dr. Saskia Pfefferkorn (leitende Oberärztin)

                    OA Dr. Hubert Volgger

                    FA Dr. Christoph Berger (bis 31.05.2006)

                    FA Dr. Markus Böhm (bis 31.07.2006)

                    FA Priv. Doz. Dr. Andreas Berger (ab 01.09.2006)

 

Assistenzärzte: Dr. Patrick Rein          

                           Dr. Harald Dirschmid (ab 01.06.2006)

Turnusärzte: 2

 

Sekretariat: Frau Karin Ziesig

 

Abteilungsleitung:

DGKS Angelika Müller

 

Gruppenleitung:

DGKS Borka Dobras

 

Bericht:

 

Erfreulicherweise scheint nun auch bei den Vorarlberger Männern das Tabu der Vorsorge durchbrochen zu sein, da nun immer mehr Männer zur Prostatakrebsvorsorgeuntersuchung gehen und dadurch immer mehr heilbare Prostatakarzinom-Frühstadien entdeckt werden. Dies ist auch in unserer Abteilungsinternen Statistik zu sehen, im Jahre 2006 wurden im Rahmen der radikalen Prostatektomie 88% „organ confined“ , also auf das Organ bergrenzte Prostatakarzinome entfernt, somit liegen wir deutlich über dem internationalen Durchschnitt! Eine sehr hohe und erfreuliche Rate, da diese Patienten als geheilt angesehen werden können.

 

Als einer unserer Abteilungsschwerpunkte gilt die urologische Onkolgie mit all ihren operativen und konservativen - chemo- und immuntherapeutischen - Therapiemodalitäten. So bieten wir die gesamte Palette an radikaler Tumorchirurgie an, von den Standardeingriffen im kleinen Becken angefangen bis zu thorakoabdominellen Operationen.

Schon seit Jahren wird an unserer Urologie mit Erfolg die radikale Zystektomie bei der Frau und beim Mann durchgeführt, wobei als Harnableitung in fast 90% der Fälle die orthotope ileale Neoblase zum Einsatz kommt. Falls eine Anastomosierung an die ursprüngliche Harnröhre nicht möglich ist, erfolgt die Ableitung des Urins über ein kontinentes katheterisierbares Nabelstoma.

 

Ein onkologisches Highlight des vergangenen Jahres stellt die Einführung der neuesten Medikamente in der Behandlung des metastasierten Nierenzellkarzinoms dar. Bis dato gab es keine effektive Möglichkeit den Krankheitsverlauf wesentlich zu beeinflussen, diese neuen Medikamente, sogenannte „Tyrosinkinaseinhibitoren“ ermöglichen nun ein Einbremsen der Krankheit und somit eine längere Überlebenszeit bei guter Lebensqualität für die Betroffenen.

Diese Therapie wird an unserer Abteilung nicht nur eingesetzt, wir organisierten bereits mehrere landesweite Fortbildungsveranstaltungen zu diesem Thema.

Seit 1972, als die Urologie in Feldkirch als Primariat entstand, wurden bereits kinderurologische Operationen durchgeführt.

Seit 2002 ist die Kinderurologie der zweite Schwerpunkt an unserer Abteilung, so haben wir konsequent an unseren OP-Standards, OP-Techniken, Behandlungsstrategien und dem kindgerechten Umgang auf der Station, im  OP und in unserer Ambulanz gearbeitet. Dies gelang uns auch durch die gute Zusammenarbeit mit den anderen kinderurologischen Abteilungen in Innsbruck, Bozen und Linz, mit denen wir einen regen Informationsaustausch durchführen  und Fortbildungen veranstalten.

So wurde im vergangenen Jahr die erste interdisziplinäre Kinderurologische Fortbildung am LKH Feldkirch, in Zusammenarbeit mit der Anästhesie und Pädiatrie, veranstaltet. Zu diesem Ereignis konnten wir Herrn Prim. Univ. Doz. Dr. Marcus Riccabona als Hauptreferent zum Thema:“Neugeborenenhydronephrose und vesikorenaler Reflux“ gewinnen. Der Abend war ein voller Erfolg und bestätigte das große Interesse an der Kinderurologie. Umso erfreulicher ist es, dass unser Krankenhaus, als einziges in Vorarlberg, im österreichischen Strukturplan als Kategorie 1 Krankenhaus ausgewiesen wurde. Dies ermöglicht uns nicht nur das gesamte kinderurologische Spektrum, wie zum Beispiel die Hypospadiekorrektur, durchzuführen, wir sind dadurch die Einzigen im Land, die dies auch von Gesetzeswegen her dürfen.  

Während vieler Jahre wurden die Harnröhrenstrikturen vielfach aufbougiert und geschlitzt. In den letzten Jahren wurde jedoch erkannt, dass eine frühzeitige offene Harnröhrenrekonstruktion eine viel sinnvollere und endgültige Strategie darstellt. Mit der Verwendung von Mundschleimhauttransplantaten gelingt es nun sehr elegant auch größere Strikturen der Harnröhre zu korrigieren, bei sehr kurzen Läsionen kann die Harnröhre mobilisiert und nach Entfernung der entsprechenden Verengung primär anastomosiert werden.  

Im Sinne der ständigen Weiterentwicklung der Urologie organisierten wir auch im vergangenen Jahr wieder unsere Fortbildungsveranstaltungen für urologisch interessiertes Personal. Es herrschte reges Interesse an diesen Abenden, nicht nur unser „Stammpersonal“, auch die Mitarbeiter des OP´s und der urologischen Abteilung in Bludenz fanden sich zahlreich ein.

Als sehr lehrreich und informativ für uns alle war der Abend mit Herrn OA Dr. Otto Gehmacher, der uns die Palliativstation Hohenems, sowie seine Arbeit mit Schwerstkranken vorstellte.

 

Frau Dr. Viktoria König konnte im vergangenen Jahr ihre Dissertation zum Thema „Bladdercancer in kidney transplant recipient” mit Erfolg fertig stellen. Diese Arbeit ist als Premiere an unserer Abteilung zu sehen, da zuvor noch nie ein Dissertant betreut wurde, jedoch haben nun bereits einige Studenten Interesse an der Durchführung einer solchen Arbeit an unserer Abteilung gezeigt, an Themen mangelt es uns nicht!

Das Jahr 2006 war auch ein Jahr des Personalwechsels:

Im Juni 2006 verließ uns Dr. Christoph Berger nach abgeschlossener Facharztausbildung, um in Linz das Additivfach für Kinderurologie zu absolvieren.

Glücklicherweise fanden wir in Dr. Harald Dirschmid gleich einen sehr fähigen Assistenzarzt, der nun seine Ausbildung zum Facharzt für Urologie bestreiten wird.

Mit Ende Juli 2006 verzog Dr. Markus Böhm wieder zurüch in seine Heimat, er hatte die Möglichkeit eine Ordination im Hamburg zu übernehmen.

Als neuen Facharzt konnten wir Herrn Priv. Doz. Dr. Andreas Berger gewinnen. Er wurde an der Universitätsklinik in Innsbruck zum Urologen ausgebildet und erhielt gleichzeitig mit seinem Facharzttitel die Venia docendi. Als Experte des Prostatakarzinoms und der gutartigen Prostatahyperplasie (BPH) bereichert er unser Team um eine weitere Facette.

 

 

So sind wir am Ende des Jahres 2006 wieder ein urologisches Ganzes, ein Team mit loyalen Mitarbeitern und Freunden, unterstützt durch ein großes Team von Schwestern und Pflegern auf der Station, in der Ambulanz und im OP, SHD´s, Sekretärinnen und Stockdienst, ohne deren Mithilfe und  unermüdlicher Unterstützung  wir nichts bewegen könnten.

   

Operative Leistungen:

 

OP Gruppe                                                                Anzahl der OP´s

1

565

2

398

3

375

4

16

5

164

6

208

7

14

8

134

Insgesamt

1872

            

Ambulante Leistungen:

 

ESWL

277

Sonographien

11813

Urodynamische Untersuchungen

411

Uroradiologische Untersuchungen

805

Allgemein urolog. ambulante Leistungen

8524

Katheteranlagen

1091

Urologische Konsilien

836

US-gezielte Punktionen ausg Prostata

20

 

Fortbildungsveranstaltungen, Publikationen 2006 (doc)

© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (08.05.2007)
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