Vlbg. KH-Betriebsgesellschaft Feldkirch Strahlentherapie
 


Startseite Kontakt Sitemap Impressum

Erweiterte Suche
suchen!
Home
Aktuell
Abteilung
Leistungen
Patienteninformation
Spezielles
Links
Kontakt


drucken
Patienteninformation Spezielles Ablauf der Strahlentherapie
drucken


Linearbeschleuniger 1
Bild vergrößern



in einem unserer Behandlungsräume
Bild vergrößern



Bedienraum
Bild vergrößern


 
  Ablauf der Strahlentherapie

Wie ist der Ablauf einer Strahlentherapie, welche Verhaltensweisen gibt es, mit welchen Nebenwirkungen ist zu rechnen:

Für die Indikationsstellungen und Therapiemöglichkeiten sowie den Ablauf des Erstgesprächs als auch die Bestrahlungsplanung verweisen wir auf die entsprechenden Links.
Die Strahlentherapie selbst beginnt nach abgeschlossener Bestrahlungsplanung und erfolgtem schriftlichem Einverständnis des Patienten.

Jeder Patient wird unmittelbar vor Beginn der Strahlentherapie von unseren Radiologietechnologen/-innen (siehe Abteilung > RT) noch einmal kurz über die wichtigsten Verhaltenshinweise während der Bestrahlung instruiert. Der schwierigste Teil der ersten Bestrahlung ist die Reproduktion der exakten Lagerung wie bei der erfolgten Planung. Dies wird durch die Installation von Lasern an allen Geräten ermöglicht. Die Laserpunkte wurden am Körper mit einem Filzstift eingezeichnet. Da diese Lasereinzeichnungen für die tägliche Bestrahlung benötigt werden, ist eine entsprechende Schonung dieser Einzeichnungen während des gesamten Bestrahlungszeitraumes seitens des Patienten notwendig! Der Patient wird nochmals informiert, dass sich das Bestrahlungsgerät (= Linearbeschleuniger) um ihn herum drehen wird, ohne dass jemand vom Personal in den Bestrahlungsraum kommen wird. Der Patient wird aber mittels mehrerer Videokameras und einer Hör- und Sprechverbindung von den Radiologietechnologen/-innen während des Bestrahlungsvorganges ständig überwacht, eine Kontaktaufnahme ist somit jederzeit möglich. Die Räume sind groß genug angelegt, Platzangst tritt daher nicht oder nur in Ausnahmefällen auf. Die RT's überprüfen während des Bestrahlungsvorganges auch die exakten Funktionswerte des Gerätes. Die Linearbeschleuniger werden von unserer Abteilung für medizinische Physik täglich auf ihre korrekte Einstellung geprüft, zudem erfolgen wöchentliche, monatliche, Halbjahres- und Jahres-Überprüfungen. Die einzelnen täglichen Bestrahlungswerte werden für jedes Bestrahlungsfeld genau aufgezeichnet, dokumentiert und sowohl am Gerät als auch in der Patienten-Bestrahlungsmappe aufbewahrt. Diese Einstellungen und Dosierungen werden anhand der Bestrahlungsmappe auch einmal pro Woche von den Ärzten/in im Rahmen einer „Wochenkontrolle“ kontrolliert.

Die Bestrahlung selbst dauert für jedes Bestrahlungsfeld ungefähr 1 Minute und ist schmerzlos! Vor Bestrahlungsbeginn erfolgt ein „Klingelzeichen“ als gut hörbares Zeichen des Bestrahlungsbeginns. Die Aufgabe des Patienten ist das möglichst ruhige Liegen in der exakten Lagerung; das Weiteratmen ist selbstverständlich erlaubt. Die Atemlage sollte aber nicht zu extrem, sondern im üblichem Bewegungsausmaß sein, was insbesondere für Bestrahlungen im Brustkorb und Bauchbereich wichtig ist. Die Lagerung ist solange beizubehalten, bis die Radiologietechnologen/-innen sagen: „Jetzt können Sie aufstehen“. Nach Abschluss der Bestrahlung kann jeder Patient die weiteren einzelnen Bestrahlungstermine mit den behandelnden RT's selbst vereinbaren, je nachdem, wann welche Termine frei sind.
Wir bestrahlen an allen Werktagen, von Montag bis Freitag, nicht bestrahlt wird an Samstagen, Sonntagen. Die Bestrahlungen erfolgen von 7.30 Uhr bis ca. 16.00 Uhr, je nach dem, wie viele Patienten behandelt werden. Da die Bestrahlungszeit von 1 Minute pro Feld recht kurz ist, und meistens 2-4 Felder benötigt werden, dauert die Lagerung länger als die Bestrahlung selbst. Rechnen Sie mit einer täglichen Behandlungsdauer von ca. 10 - 15 Minuten.

Den meisten Krankenkassen ist es wichtig, den täglichen Transport zur Strahlentherapie zu ermöglichen. Es steht ihnen offen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem eigenen Auto, Taxi oder Rettungsauto an unsere Ambulanz zu kommen. Falls Sie selbst mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Therapie kommen (bitte fragen Sie während des Erstgespräches danach, ob dies für Sie in Frage kommt), erhalten Sie einen „Grauen Schein“, auf dem jede Fahrt zu uns dokumentiert und abgestempelt wird. Nach abgeschlossener Therapie erhalten sie dann von den Krankenkassen eine Vergütung für jeden gefahrenen Kilometer oder eine entsprechende Monatspauschale bei öffentlichen Verkehrsmitteln. Ist ein Eigentransport nicht möglich, oder nicht zumutbar, werden auch einen Transport mittels Taxi oder Rettungswagen von den meisten Krankenkassen finanziert. Dann erhalten die Taxi- oder Rotkreuzfahrer die „Grauen Scheine" und rechnen die gefahrenen Kilometer selbst mit der Kasse ab.
Falls Sie mit ihrem eigenen Auto kommen, sollten Sie dieses in der Tiefgarage am anderen Krankenhausende parken. Dazu müssen Sie aber die entsprechenden Parkgebühren bezahlen, eine Übernahme dieser Kosten wurde bisher leider weder von einer Krankenkasse, noch von der Krankenhausleitung übernommen. Für Behinderte, bzw. Gehbehinderte, steht auch der Personalparkplatz direkt hinter unserer Abteilung zur Verfügung, entsprechende Ein- + Ausfahrtskarten erhalten Sie in unserem Sekretariat gegen eine Kaution von 50.- €, die Sie bei Rückgabe der Karte selbstverständlich wieder erhalten.

Diese gute Organisation der täglichen Anreise ist deshalb notwendig, weil sich die Therapie über meist 6-8 Wochen erstreckt. Kalkulieren Sie deshalb Risiken, wie Staus, Wetterlage (Schneefall, Eisglätte), etc. in der Entscheidung des Transportmittels ein.

Nach Beendigung der Strahlentherapie erfolgt die weitere regelmäßige interdisziplinäre Nachbetreuung mit den anderen beteiligten Abteilungen je nach Tumorart zwischen 5 und 10 Jahren. Die erste Kontrolle bei uns findet ca. 6 Wochen nach Beendigung der Therapie statt, danach in halbjährlichen oder jährlichen Abständen. Dabei werden einerseits die Tumorfreiheit, andererseits eventuelle Nebenwirkungen dokumentiert, im Bedarfsfall Untersuchungen oder Therapien eingeleitet und Rezepte ausgestellt. Wir stehen in enger Verbindung mit der „Vorarlberger Krebshilfe“ in Hohenems, die eine psychologische/psychtherapeutische Begleitung ermöglicht, die unseren Patienten kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Da Patienten oftmals zwischen dem Bewusstsein des Vorliegens einer potentiell tödlichen Erkrankung und - im Gegensatz dazu - der oftmals guten Heilungschance schwanken, hat sich eine psychologische/psychotherapeutische Begleitung schon oftmals bewährt. Diese „Gratwanderung“ zwischen gutem und schlechtem Ausgang der Erkrankung, kann natürlich hin- und herschwanken, dies ist ein ganz normaler Zustand, mit dem aber erst leben gelernt werden muss. Nehmen Sie daher bitte diese Therapieoption ohne schlechtes Gewissen in Anspruch, es kann für Sie nur von Vorteil sein!


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (26.09.2012)
drucken
Patienteninformation Spezielles Ablauf der Strahlentherapie
drucken