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Ambulanzen Interdisziplinäre Endoskopie
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Interdisziplinäre Endoskopie
Termine:
nach tel. Vereinbarung
Anmeldung:
erforderlich
Telefon:
303-4622
Ort:
Ambulanz Ost EG
Verantwortlich:
OA Dr. K. Hufschmidt
.
Abteilung:
Chirurgie Feldkirch



 
Die interdisziplinäre Stellung der Chirurgischen Endoskopie
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Das Team der Endoskopie
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Eine Magenspiegelung kann ambulant durchgeführt werden und ist eine wenig belastende Untersuchung
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Verschiedene Untersuchungen zeigen unterschiedliche Aspekte einer Erkrankung, was für die folgende Therapie essentiell ist.
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Diese Medikamente kommen während der Untersuchungen zur Anwendung
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Die chirurgische diagnostische und therapeutisch-interventionelle Endoskopie nimmt in der Abteilung für Allgemein- und Thoraxchirurgie eine zentrale Stellung ein. Sie wird gemeinsam mit der Gastroenterologie der Internistischen Abteilung des LKH im Sinne der Interdisziplinarität unter Ausschöpfung all derer Vorteile rund um die Uhr betrieben, so dass neben dem geregelten Ablauf auch ein Endoskopiebereitschaftsdienst 24 h an 7 Tagen der Woche die notfallmäßige Versorgung gewährleistet.

Terminvergabe und Anmeldung erfolgen über die chirurgische Ambulanz bzw. das Pflegepersonal der Interdiziplinären Endoskopie. Die Untersuchungen werden ambulant, stationär oder konsiliariter für andere Spitäler - dies in Abhängigkeit der Indikation - durchgeführt.

Klicken Sie bitte auf die entsprechende Untersuchung, um sich über die korrekte und adäquate Vorbereitung und gegebenenfalls notwendigen Voruntersuchungen zu informieren. Bedenken Sie bitte, daß diese Maßnahmen in erster Linie Ihrer Sicherheit dienen und die größtmögliche Aussagekraft der Spiegelung gewährleisten.

Das Team besteht aus 6 Fachärzten, 3 Ausbildungsassistenten, 3 diplomierten Fachbereichsschwestern und 3 weiteren Pflegekräften, die der Ambulanz Ost zugeteilt sind. Die Kostenstellenleitung liegt jährlich alternierend in chirurgischer und internistischer Hand.

Das gesamte Spektrum der modernen Spiegelungsverfahren im Rahmen der Abklärung und Behandlung kindlicher und erwachsener chirurgischer Erkrankungen der verschiedenen Organsysteme gelangt zum Einsatz:

  • Bronchialsystem (Bronchoskopie)

  • Mittelfell (Mediastinoskopie)

  • Oberer Verdauungstrakt (Oesophago-gastro-duodenoskopie)

  • Gallen- und Bauchspeicheldrüsengänge (ERCP / Choledochoskopie)

  • Dickdarm und Endstrecke des Dünndarmes (hohe Coloskopie / Ileo-coloskopie)

  • Gesamter Dünndarm (Enteroskopie / Kapselendoskopie)

  • Mast- und Enddarm (Procto-/Rectoskopie)

Durch die direkte Sichtdiagnostik lassen sich so gezielt Veränderungen feststellen und der krankhafte Zell- oder Gewebstyp durch vollständige Abtragung von Krebsvorläufern (Polypektomie) oder Probeentnahmen (Biopsie, Bürsten-,Aspirationszytologie, Broncho-alveolar-Lavage, Polypektomie) oder eine mikrobielle Fehlbesiedelung (Urease-Schnell-test) identifizieren.

Spezifische Anfärbungen der Schleimhaut (Chromoendoskopie) erlauben eine Präzisierung - und in manchen Fällen erst die Aufdeckung - der Ausdehnung krankhaft veränderter Schleimhautareale. Diese können dann bei entsprechender Indikation durch großflächige Abtragung (Mucosektomie) entfernt werden. Das Paradebeispiel liefern hier die flachen Adenome des Dickdarmes und die Schleimhautschädigungen der fortgeschrittenen Refluxkrankheit der Speiseröhre.

Aus der Endoskopie ergeben sich eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten gut- und bösartiger Erkrankungen, sei es um eine Operation zu vermeiden, sie vorzubereiten oder ihr Ergebnis zu unterstützen. In fortgeschrittenen Stadien der Geschwulsterkrankungen ist sie häufig die Methode der Wahl um bei nicht mehr bestehender Operabilität den Krankheitsverlauf abzumildern (palliative Therapie). So können funktionelle oder organische Engstellungen in den Hohlorganen aufgedehnt (Dilatation, Bougierung) oder mit einem selbstexpandierenden Platzhalter (Stent) vorübergehend (bridge to surgery) oder definitiv versehen werden, um die Passage wiederherzustellen. Eine Sonderstellung nehmen hier die medikamentöse Behandlung mittels Botulinismus-Toxin (Botox A) oder die Ballondilatation zur Behandlung der Dysfunktion des unteren Speiseröhrensphinkters (Achalasie) ein.

Im Rahmen der Erkrankungen des Gallengangssytemes und der Bauchspeicheldrüse kommen der kombinierten röntgenologischen und endoskopischen Darstellung und gegebenenfalls Therapie eine besondere Bedeutung zu. Die ERCP erlaubt die Ausräumung von Gallengangssteinen (Ballondurchzug, Lithotrypsie), die Überbrückung von Passagehindernissen entzündlicher oder tumoraler Natur (Stentung) oder auch die Gewebsgewinnung zur histologischen oder zytologischen Diagnostik.

Bei akuten Erkrankungen mit drohendem septischem Verlauf wie der Entzündung der Gallenwege oder der biliären Pankratitis wird sie notfallmäßig durchgeführt.

Die zweite große Gruppe der Notfallendoskopien stellen die Blutungen aus Krampfadern der Speiseröhre, der Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre oder aus Tumoren oder Divertikeln des Dickdarmes dar. Hier gelangen in erster Linie Sklerosierung, Gummibandligaturen, biologische Kleber, Titan-Clips, Laser und Argon-Plasma-Koagulation zur Anwendung.

Auch die Fremdkörperbergung aus dem oberen Verdauungstrakt oder dem Bronchialsystem wird insbesondere im Bereich der Kinderendoskopie notfallmäßig durchgeführt.

Sämtliche Untersuchungen werden primär - die Magenspiegelung je nach Patientenwunsch - in einer tiefen Sedierung durchgeführt. Die postinterventionelle Überwachung erfolgt in einem monitorisierten Aufwachraum, von wo aus die Patienten dann bei adäquatem Wachzustand in die Obhut ihrer Angehörigen oder Betreuer übergeben werden. Die Kinderendoskopien hingegen finden in Vollnarkose unter anästhesiologischer Führung statt.

Untrennbar mit der Endoskopie verbunden sind die Ultraschalluntersuchungen der Brust- und Bauchhöhle wie auch des gesamten Weichteilmantels. Eine spezielle Form der Ultraschalluntersuchung stellt die Endosonographie dar, bei der der Schallkopf - an ein Endoskop gekoppelt und somit kontrolliert - in die Hohlorgane eingebracht wird und eine Beurteilung der Wandbeschaffenheit und der unmittelbaren Umgebung erfolgt. Diese Untersuchung findet insbesondere Anwendung in der Diagnostik krankhafter Veränderungen an Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse, Bronchialbaum und Mast- und Enddarm.

Allerdings werden auch sonographisch gezielt Punktionen zur diagnostischen Gewebsgewinnung, Entlastung von Flüssigkeitsansammlungen oder Drainageanlagen durchgeführt.

Im Bereich der Funktionsdiagnostik werden insbesondere Druckmessungen der Speiseröhre in Verbindung mit der Säuremessung (Oesophago-manometrie, Oesophago-pH-metrie über 24 h) bei der Refluxerkrankung durchgeführt. Auch der Schließmuskelapparat des Afters wird in seiner Leistungsfähigkeit z.B. bei Kontinenzstörungen mittels Druckmessung (Analmanometrie) exploriert.

Über den C-13 Atemtest kann die mikrobielle Fehlbesiedelung des Magens durch Helicobacter pylori-Keime festgestellt werden.

Sämtliche dieser diagnostischen oder interventionellen Maßnahmen finden ihre Anwendung als vollwertige Komplementärverfahren in jedem Stadium einer chirurgischen Behandlung. Sei es im Sinne der Vorsorge, der exakten Krankheitslokalisation (prä-operativ), sei es während des Eingriffes zur Dichtigkeitsprüfung oder instrumentellen Ergänzung - z.B.: Stenteinlage, Anastomosenerstellung - (intraoperativ), sei es kurzfristig postoperativ in der Kontrolle und Beurteilung einer chirurgischen Therapie oder zur Beherrschung einer Komplikation (Fistuloskopie und -graphie, Blutung) - insbesondere auch im intensivmedizinischen Bereich, sei es langfristig postoperativ in der Nachsorge.

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