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Über uns Stabfunktionen Das Hygieneteam am LKH Feldkirch
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  Das Hygieneteam am LKH Feldkirch

Hygiene ist die Lehre von der Gesunderhaltung, Gesundheitsförderung und Krankheitsverhütung. Die Hygiene ist ein präventives Fach, dh. es werden Maßnahmen ergriffen, damit die Gesundheit erhalten wird und keine Krankheiten entstehen.

 

Im Krankenanstalten- und Kuranstaltengesetz §8a sind die Angelegenheiten der Krankenhaushygiene geregelt:

Das Hygieneteam im Krankenhaus besteht aus einem Krankenhaushygieniker bzw. hygienebeauftragten Arzt (akademisch) und einer Hygienefachkraft (Dipl. Pflege und Sonderausbildung).

Das Hygieneteam hat alle Maßnahmen zu ergreifen, die zur

  • Erkennung
  • Überwachung
  • Verhütung
  • Bekämpfung

von Infektionen und der Gesunderhaltung dienen!

Das Hygieneteam hat eine beratende Funktion.

Es hat alle für die Wahrung der Hygiene wichtigen Angelegenheiten zu diskutieren und entsprechende Vorschläge zu beschließen.  Diese sind an die jeweils für die Umsetzung Verantwortlichen der Krankenanstalt weiterzuleiten. Im Endeffekt ist jeder Mitarbeiter für die Einhaltung der beschlossenen Hygienemaßnahmen eigenverantwortlich.

 

Abteilung Krankenhaushygiene und Infektionsvorsorge
Insgesamt sind derzeit vier Personen (Voll- sowie Teilzeit) in der Abteilung Krankenhaushygiene und Infektionsvorsorge am LKH Feldkirch tätig:

 

    • OA Dr. Gabriele Hartmann, MPH, Krankenhaushygienikerin, Leiterin 
    • Hans Hirschmann, MPH, leitende Hygienefachkraft, stellvertretender Leiter
    • Nicole Bauer, BScN, Hygieneschwester, LKH Feldkirch
    • FA Dr. Laila Raschid, Hygienebeauftragte Ärztin

Dr. Hartmann, Dr. Raschid und Hirschmann, MPH beraten und unterstützen zusätzlich die Hygienefachkräfte der Landeskrankenhäuser Bregenz, Bludenz, Hohenems und Rankweil.

 

 

HAUPTAUFGABEN (neben den oben genannten)

1) Infektionsüberwachung bei Patienten
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Aktiv auf Erwachsenen- sowie Pädiatrieintensivstation:

Das speziell geschulte Hygieneteam stellt nach international einheitlichen Kriterien das Vorhandensein von nosokomialen Infektionen (= im Krankenhaus erworbene Infektionen) fest. Die gesammelten Daten werden im Sinne eines Benchmarks und in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Referenzzentrum für die Überwachung von Nosokomialen Infektionen (im Krankenhaus erworbene Infektionen) in Berlin ausgewertet.

Die Ergebnisse werden an die jeweilige Station zurückgemeldet und eventuell notwendige Maßnahmen gemeinsam mit dieser besprochen.

2) Hygiene-/Mikrobiologie-Visite und Antibiotika-Beratung
__________________________________
Die Patienten einer Intensivstation sind durch die meist schwere Grunderkrankung besonders abwehrgeschwächt und damit für Infektionen gefährdet. Um solche Infektionen möglichst frühzeitig zu erkennen und zu verhindern werden diese Patienten  ständig überwacht. Im Rahmen von gemeinsamen Visiten von Intensivmedizinern, Krankenhaushygiene und Mikrobiologie werden eventuell notwendige Antibiotika-Therapien und weitere diagnostische Schritte besprochen.

Durch dieses Überwachungsprogramm und durch weitere präventive Maßnahmen können  Infektionen auf der Intensivstation sehr gut eingedämmt werden.

Neben dieser Tätigkeit werden für die Intensivstationen auch Resistenzstatistiken erarbeitet. Diese zeigen, welche Antibiotika bei welchen Bakterien wirken oder nicht wirken. Denn Bakterien haben  leider die Eigenschaft, dass sie resistent werden können und auf  Antibiotika kaum mehr ansprechen. Deshalb müssen hier individuelle Lösungen gefunden werden.

3) Schulungen von MitarbeiterInnen
__________________________________
Mitarbeiterschulungen finden für alle im Krankenhaus hygienerelevant tätigen Berufsgruppen statt: Pflege, Ärzte, MTA und RTA, Stockdienst, Küchenpersonal und neu ab Herbst 2007: Reinigungspersonal.

Beispiele:

  • Stockdienst: Richtiger Umgang  mit Desinfektionsmitteln (zur täglichen Reinigung und Desinfektion von Nachtkästchen und Bett)
  • Ärzte/Pflege: Händehygiene, Bekleidungshygiene (Bereichsbekleidung in gewissen Bereichen) Infektionsüberwachung (Krankenhausinfektionen, Aufklärung über Arten und Verhütung - z.B. Lungenentzündung, Durchfall nach Antibiotika, postoperative Wundinfektionen), Hygiene bei invasiven Tätigkeiten (Operationen, Blutabnahmen, Legen von intravasalen Zugängen, ...)
  • MTA, RTA: Händehygiene, Umgang mit Patienten, persönlicher Schutz vor Infektionen, Umgang mit infektiösem Material (z.B. Blut-, Stuhlproben)
  • Küchenpersonal: persl. Hygiene, Umgang mit Lebensmitteln, Thematik Salmonellen, richtige Anwendung des HACCP Systems 
  • Reinigungspersonal: Korrekter Reinigungsablauf (Patientenzimmer: zuerst das Zimmer, dann Waschbecken, dann WC, dann Händedesinfektion, mit jeweils farblich unterschiedlichen Reinigungstüchern), persönliche Hygiene

Hr. Hirschmann unterrichtet an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Feldkirch das Fach Umwelthygiene, Mikrobiologie und Krankenhaushygiene (Diplomkurs), Krankenhaushygiene und Grundzüge der Mikrobiologie (Pflegehelferausbildung) sowie Krankenhaushygiene bei diversen Sonderausbildungen.

Fr. Dr. Hartmann unterrichtet bei diesen Sonderausbildungen das Fach Mikrobiologie.

4) Beratung bei Neu-, Zu- und Umbauten
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Bei jeder Bautätigkeit müssen die Anforderungen von Seiten der Hygiene festgelegt werden.

Beispiele:

  • Neubau Intensivstation - welche Lüftungssysteme müssen angebracht werden?
  • Wenn eine Station revitalisiert wird, ob und wie viele Steckbeckenspüler (Reinigungsvorrichtung für Ausscheidungsbehältnisse für bettlägrige Patienten) angebracht werden müssen.
  • Wo sollen Händedesinfektionsmittelspender angebracht werden?
  • usw....

5) Beratung bei Einkauf von hygienerelevanten Artikeln
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  • Beratung des Einkaufs: Welche Desinfektionsmittel werden eingekauft - abhängig von der Wirksamkeit
  • Wenn neue Injektionsnadeln angeschafft werden, müssen die hygienischen Vorgaben erfüllt werden - sie müssen sicher sterilisiert sein (Kennzeichnung)
  • Neue Endoskop-Waschmaschinen - Überprüfen der Qualitätsgutachten für Hygienevorgaben
  • Neues Verbandsmaterial - Anforderungen an Sterilität erfüllt? Z.B beim Öffnen keine Kontaminationsmöglichkeit....

Tätigkeiten Punkt 4) & 5) werden von Hr. Hirschmann für alle Landeskrankenhäuser durchgeführt.

 

6) Beratung im Fall von Infektionen mit besonderen Krankheitserregern
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  • Bei Infektionen mit speziellen Krankheitserregern (z. B. multiresistente Erreger wie MRSA, ESPL pos. Bakterien, VRE sowie weitere Erreger wie z. B. Noroviren, HIV, Tuberkelbakterien)
  • Beratung der MitarbeiterInnen vor Ort über die notwendigen Hygienemaßnahmen (z.B.Verhalten bei einer Infektion oder Kolonisation mit Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus [MRSA])

7) Aufbereitung von Medizinprodukten
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  • Informationen über Gesetzesvorgaben bei Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von Instrumenten(Medizinproduktegesetz).
  • Beratung über die praktische Durchführung der Aufbereitung.

8) Einführung und Begleitung von HACCP (Hazard Anaylsis Critical Control Points)in Krankenhausküchen 
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= Qualitätssicherungssystem z.B. im Lebensmittelbereich, Qualitätskontrolle des Lebensmittels von Anlieferung bis zur Speisenausgabe (Dokumentationen wie Kühlschranktemperaturen - eingeführt am LKHF 1997 (mittlerweile für alle LKH-Küchen)

9) Hygienekontrollen
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  • Überprüfung des Trinkwassers auf Trinkwasserqualität und Legionellen (Abnahme und Versand an Hygieneinstitut Innsbruck)
  • Überprüfung des Dialysewassers (Mikrobiologische Qualität, Vorhandensein von Endotoxinen)
  • Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Endoskop-Waschmaschinen, Geschirrspülmaschinen, Steckbeckenspüler

 


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (28.04.2015)
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