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News Weltfrühgeborenentag 2017 - Tag der kleinsten Helden
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Weltfrühgeborenentag 2017 ein Fest für die kleinsten Helden unter uns von den LKH Feldkirch und Bregenz.
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Über 300 Menschen freuten sich über den Anlass, zusammenzutreffen und Erfahrungen auszutauschen. Und die Kinder freuten sich über ein tolles Programm für sie
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Mit gemischten Gefühlen näherten sich manche Mütter der Medizintechnik und alle waren froh, dass es gut ausgegangen war.
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Eine Simulationspuppe zum Angreifen...
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Manche hatten keine Scheu wie schön
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Auch die CliniClowns haben zur guten Stimmung beigetragen. Wunderbar
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Nach dem Motto PURPLE for the PREEMIES ( engl. für Premature Birth) erstrahlte sowohl im LKH Bregenz ....
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...als auch im LKH Feldkirch das lila Licht um auf die kleinsten Patienten und die Medizin und Pflege, die sie brauchen, um am Leben zu bleiben neben dem eigenen Lebenswillen natürlich aufmerksam zu machen.
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  Weltfrühgeborenentag 2017 - Tag der kleinsten Helden

  • Begriff der Frühgeborenen (statt „Frühchen“) - „beinharte“ Medizin von Anfang an
  • Mehr Frühgeburten und immer jüngere Frühgeborene
  • Aktionstag in den Landeskrankenhäusern gemeinsam mit der MedUni Wien
  • Vorarlbergs kleinste Patienten im Kompetenzverbund Kinder- und Jugendmedizin der Landeskrankenhäuser ausgezeichnet versorgt

Am 17. November ist ein besonderer Tag für die kleinsten Helden unter den Patienten: für die Frühgeborenen. Der Kompetenzverbund für Kinder- und Jugendmedizin Vorarlberg hat sich zu einer großen Aktion entschlossen: Eingeladen werden ehemalige Frühgeborene (und Eltern) mit einem Geburtsgewicht von <1.500g, die seit 2007 in den Neonatologien (Frühgeborenenstationen) des LKH Feldkirch oder Bregenz behandelt worden sind. Über 200 Anmeldungen zeigen: Die Abteilungen haben ihre Arbeit gut und richtig gemacht, die Eltern haben die Einladung emotional und hocherfreut aufgenommen. Neben dem Nachmittag von Eltern, Kindern, Pflegenden und Ärzten wird auch  gemeinsam mit der Univ. Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde Wien ein Zeichen gesetzt: „Purple for the Preemies“ (Preemies = engl. Premature Birth) lautet das Motto und sowohl am LKH Feldkirch wie am LKH Bregenz wird das lila Licht am Abend als Bewusstseinsbildung gesetzt.

Etwa 10-12 Prozent aller Kinder in Österreich  kommen zu früh auf die Welt und bedürfen deshalb einer Unterstützung. Für diese Kinder wird  in den Neonatologien und Neugeborenenintensivstationen es Kompetenzverbundes für Kinder- und Jugendmedizin an den LKH Feldkirch und Bregenz und in Kooperation mit den Geburtshilflichen Abteilungen medizinische Betreuung auf hohem Niveau geboten - als Beispiel von Spitzenmedizin. Neugeborene, die vor der 37.Schwangerschaftswoche (SSW) geboren werden, heißen Frühgeburten, bei jenen, die vor der 32. SSW mit  einem Geburtsgewicht von unter 1.500 Gramm auf die Welt kommen, sprechen  die Mediziner von „extremen Frühgeburten“.

Frühgeborenen-Medizin - keine Verniedlichung, sondern beinharter Kampf ins Leben
„Wir nehmen diesen Tag zum Anlass, um mit dem Begriff des „Frühchens“ sensibler umzugehen: Der Begriff in Verkleinerungs- und Verniedlichungsform trifft in keinster Weise, was für Frühgeborene seitens Medizin und Pflege getan werden muss:  Das ist beinharte Medizin auf höchstem Niveau, Rund-um-die-Uhr-Intensiv-Betreuung und Behandlung, hochentwickelte Medizintechnik und viel Zuwendung von den Eltern und Behandlern. Gleichzeitig bedeutet eine Frühgeburt besonders für das Kind starken Lebenswillen, um den Kampf aufzunehmen und am Leben zu bleiben.  Daher sind wir nicht glücklich mit dem Begriff des „Frühchens“, erklären die Abteilungsleiter Prof. Dr. Burkhard Simma und Prof. Dr. Christian Huemer vom Kompetenzverbund für Kinder- und Jugendmedizin der Landeskrankenhäuser sprechen lieber von Frühgeborenen.

Medizin wird besser, dadurch können immer noch jüngere Frühgeborene überleben  (Grenze der Lebensfähigkeit)
Diese Entwicklung der hochkomplexen Medizin und Pflege für die Frühgeborenen spiegelt sich auch in der Verbesserung der Überlebensfähigkeit der Frühgeborenen bei immer früheren Geburtszeitpunkt und geringerem Geburtsgewicht wider: „Dank der Medizintechnik und der steigenden Kompetenz von Ärzten und Pflege  in der Behandlung der Frühgeborenen verschob sich die Grenze der Lebensfähigkeit auf heute 23 Schwangerschaftswochen oder ein Geburtsgewicht von ca. 500g“, erklärt Prim. Prof. Dr. Simma. „Durch diese Verschiebung steigt nicht nur die Anzahl der Frühgeborenen und es überleben auch viel mehr Frühgeborene als je zuvor - dies ist eine große Herausforderung für die Neonatologien.“ In Vorarlberg werden insgesamt ca. 400 Kinder jährlich zu früh geboren, davon 40-60 mit weniger als 1.500g Geburtsgewicht. Der LKH-Kompetenzverbund hat am Schwerpunktkrankenhaus Feldkirch eine Kinderintensivstation mit 6 Behandlungsplätzen für die 40-60 extrem kleinen Frühgeborenen (< 1.500g) pro Jahr und gemeinsam mit dem LKH Bregenz insgesamt 8 Überwachungsbetten für Frühgeborene > 30 (32) Schwangerschaftswochen.

Lila Weltfrühgeborenen-Tag: „Purple for the Preemies“ - österreichweite Beleuchtungsaktion
Am 17. November sind alle in den Vorarlberger Landeskrankenhäusern betreuten extrem-kleinen Frühgeborenen (Geburtsgewicht < 1.500g)  der letzten 10 Jahre mit einem Geburtsgewicht von <1.500g zu einem großen Fest eingeladen. Am Abend des Weltfrühgeborenen-Tages schließen sich die Vlbg. Landeskrankenhäuser auch einer Aktion der Univ.Klinik der Kinder- und Jugendheilkunde Wien an: So wird  jeweils nach Einbruch der Dunkelheit sowohl im LKH Feldkirch wie im LKH Bregenz eine Lichtinstallation ganz in Violett - in der offiziellen Farbe des Welt-Frühgeborenentages - erstrahlen. Diese Beleuchtungsaktion („Purple for preemies“) findet heuer erstmals österreichweit statt, die Landeskrankenhäusern Feldkirch und Bregenz beteiligen sich an der gemeinsamen Aktion.

Programm für LKH-Fest für Frühgeborene - 220 Anmeldungen
Ärzte und Pflege des LKH-Kompetenzverbundes haben ein umfangreiches Programm zusammengestellt: Einerseits wird die quantensprungartige Weiterentwicklung der Frühgeborenen-Medizin sowie der Frühgeborenen-Betreuung gezeigt werden, gleichzeitig bleibt aber auch viel Zeit und Raum, um sich gegenseitig auszutauschen und zu erfahren, wie es den kleinen Helden und deren Eltern und auch den LKH-Mitarbeitenden in der Zwischenzeit ergangen ist. Geplant ist auch die Erstellung einer gemeinsamen Collage mit Bildern von früher und aus aktueller Zeit. Angemeldet haben sich ca. 220 Personen mit ihren Kindern, die Mitarbeiter freuen sich sehr über so viel Zuspruch zum Weltfrühgeborenen-Tag. Neben dem Klamauk der CliniClowns wird es auch Kinderschminken für die Kleinsten geben und eine Bastelecke.

Für die Eltern wird es Vorträge einer Kinderpsychologin geben, eine betroffene Mutter wird ihre Erfahrungen schildern, die Organisation „Frühe Hilfen“ als einem wichtigen Partner in der Nachbetreuung, stellt sich vor, Ärzte und Pflege zeigen ein Simulationstraining zur Notfallbehandlung bei Frühgeborenen vor. „Wir freuen uns auf den Ansturm und sind vorbereitet!“, so Armin Schneider (LKH Feldkirch) und Angelika Gerhalter (LKH Bregenz), Pflegeleitungen in den jeweiligen Neonatologien.

Balance zwischen Medizin und mütterlicher Nähe
Gründe für eine Frühgeburt gibt es viele: Man spricht von kindlichen und mütterlichen Faktoren, die Ursache dafür sein können wie etwa z.B. das Alter der Mutter, mögliche Infektionen, eingenommene Substanzen oder Medikamente, Mehrlingsschwangerschaften oder Missbildungen des Kindes. In den letzten Jahrzehnten wurden allerdings ganz wesentliche Fortschritte erzielt: Einerseits können in modernen neonatologischen Zentren (in Vorarlberg ist der LKH-Kompetenzverbund mit der  Kinderintensivstation in Feldkirch und mit Überwachungsstationen in Feldkirch und Bregenz ausgestattet) bereits Frühgeborene ab der Grenze der Lebensfähigkeit erfolgreich versorgt werden; andererseits ist die Chance eines „Frühgeborenen“ die kritische Phase des zu früh Geborenseins gesund zu überstehen deutlich gestiegen. „Dies ist sicher ein Verdienst des medizinischen Fortschritts: Wir können durch hochspezialisierte Angebote für viele dieser Kinder eine sichere Betreuung in den ersten Wochen nach Geburt anbieten“, erklärt Prim. Prof. Dr. Christian Huemer, LKH Bregenz. Die Herausforderung liege darin, Balance zu halten zwischen den notwendigen intensivmedizinischen Schritten (z.B. einer vorübergehenden intravenösen Ernährungstherapie, einer Atemunterstützung etc.) und gleichzeitig dem Frühgeborenen möglichst viel Nähe zur Mutter zu ermöglichen (z.B. Kangarooing, Bonding, frühes Stillen etc.). Die frühe Integration v.a. der Mütter in der Betreuung der Frühgeborenen wird in den beiden Neonatologien konsequent gefördert und durch gerade in jüngster Zeit geschaffene Mutter-Kind- Zimmer an den Landeskrankenhäusern optimiert.

Videos zum heutigen Fest finden Sie auch auf unserer Facebook-Seite unter:

www.facebook.com/landeskrankenhaus

Zahlen/Daten/Fakten Frühgeborene in Vorarlberg

Begriff der Neonatologie 
= ein Zweig der angewandten Kinder- und Jugendheilkunde, der sich mit Neugeborenenmedizin (häufig auch Frühgeborenenmedizin) und Neugeborenenvorsorge befasst. (Quelle: Wikipedia)

Definition Frühgeborene

  • Frühgeborene < 37abgeschlossene SSW (10-12% der Neugeborenen)
  • Extrem kleine Frühgeborene <32 abgeschlossene SSW (ca. 1.500 g Geburtsgewicht)

Definition Grenze der Lebensfähigkeit:

  • 23 (24) abgeschlossene Schwangerschaftswochen (SSW) (ca. 500 g Geburtsgewicht)

 

Vorarlberg:

  • ca. 400 Frühgeborene/Jahr
  • 40-60 extrem kleinen Frühgeborenen (< 1.500g)

LKH-Kompetenzverbund für Kinder- und Jugendheilkunde Vorarlberg:
Versorgung von Neu- und Frühgeborenen (Intensivmedizin und Neonatologie)  

  • 6 voll ausgerüstete Intensivbehandlungsbetten (LKH Feldkirch)
  • 8 Überwachungsbetten (Intermediate-Care) (3 in Feldkirch, 5 in Bregenz) an.
  • Abgestufte Versorgung z.B.: Risikoschwangerschaften werden nach Feldkirch überwiesen sowie alle Frühgeborene bis  zur 30/32SSW werden in der Schwerpunktabteilung versorgt.  Am LKH Bregenz werden risikoärmere Schwangerschaften (ab SSW 30/32) betreut. Diese Aufteilung berücksichtigt jeweils die Gegebenheiten des einzelnen Hauses (Schwerpunktkrankenhaus und Standardkrankenhaus), die Einbettung in die jeweilige medizinische Fächerstruktur und die Vorgaben des neuen Österreichischen Strukturplan Gesundheit.

Kompetenzverbund für Kinder- und Jugendhmedizin Vorarlberg 
Die Abteilungen für Kinder- und Jugendheilkunde der Vlbg. Landeskrankenhäuser in Feldkirch und Bregenz arbeiten innerhalb des LKH-Verbundes in Behandlung und Ausbildung sowie auch mit niedergelassen Kinder- und Jugendärzten vorbildlich zusammen. Um diese organisatorische Kooperation zu institutionalisieren, haben sich die Abteilungsleiter Prim. Prof. Dr. Burkhard Simma, Feldkirch, und Prim. Prof. Dr. Christian Huemer, Bregenz, gemeinsam mit ihren Teams zur Gründung des „Kompetenzverbundes für Kinder- und Jugendmedizin Vorarlberg“ entschlossen. Konkrete Ziele sind die Qualitätssteigerung durch Behandlungsstandardisierung, die Erweiterung in der Ausbildung für Jungmediziner sowie die Nutzung von Synergien bei Diensten und Fachexpertise. Diese inhaltliche Abstimmung unterstreicht einerseits die Schwerpunktfunktion der Abteilung in Feldkirch und stärkt andererseits die Versorgung der Kinder- und Jugendmedizinischen Abteilung am LKH Bregenz. Kinder- und Jugendärzte aus dem niedergelassenen Bereich werden von einer pädiatrischen Fortbildungsreihe des Kompetenzverbundes profitieren.

 


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (17.11.2017)
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