Vlbg. KH-Betriebsgesellschaft Feldkirch Plastische_Chirurgie
 


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Abteilung Geschichte
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"The further back you look, the further forward you can see"  (Winston Churchill)

Geschichte der Abteilung in Feldkirch

Das Fachgebiet der Plastischen Chirurgie war in Österreich im Jahre 1988 zentralisiert mit drei Universitätskliniken und zwei Abteilungen vertreten. Auch die Anzahl der in freier Praxis niedergelassenen Plastischen Chirurgen war so gering, dass nicht allen Bundesländern dieselbe hochwertige Versorgung offenstand. Nachdem zusätzlich im Jahre 1988 das Fachgebiet der Plastischen Chirurgie als eigenständiges klinisches Sonderfach durch das Bundesministerium anerkannt wurde, waren die Voraussetzungen für eine Ausweitung plastisch-chirurgischer Dienstleistungen geschaffen. Vorarlberg, das westlichste Bundesland Österreichs, hatte sich bezüglich der Plastischen Chirurgie auf Grund der geographischen Lage bisher an der nahegelegenen Schweiz orientiert. Die Nachfrage nach plastisch-chirurgischen Dienstleistungen und Zunahme der Patienten machte unter Einbezug der obengenannten Rahmenbedingungen eine lokale Betreuung notwendig.

Am 1.1.1988 wurde nun eine Belegabteilung mit 8 Betten im Landeskrankenhaus Feldkirch, welches die Schwerpunktversorgung des Bundeslandes sicherstellte, geschaffen. Als Leiter wurde Dr. P. Kompatscher, Schüler des legendären Prof. P. Wilflingseder aus der Univ. Klinik Innsbruck, bestellt. In den darauffolgenden Jahren wurde die Abteilung immer mehr ausgedehnt und ist fachlich, wissenschaftlich und standespolitisch in Österreich zu einer anerkannten Struktur avanciert. Insbesondere die technische Ausstattung, die mit hohem finanziellen Aufwand mit Unterstützung des Rechtsträgers vorangetrieben wurde, ist heute als vorbildlich anzusehen. Auch die ärztlichen Verantwortungsträger, die traditionsgemäß aus nur Doppelfachärzten besteht, hat zur bekannten hohen Qualität in der Patientenbetreuung geführt. Dass zusätzlich wissenschaftliche Neuerungen erarbeitet wurden, hat den Ruf dieser Abteilung über die Grenzen des Landes verbreitet. Nachfolgend einige Details:

1988 - 1990

Nach Wien, Innsbruck, Graz und Linz wird im LKH Feldkirch eine Belegabteilung mit 8 Betten im Westtrakt des Hauses auf 3A installiert. Dr. Peter Kompatscher, ein Schüler von Prof. Wilflingseder, Innsbruck, wird mit der Leitung beauftragt. Als sogenannter "1-Mann-Betrieb" wird zunächst wohl die Routineversorgung gewährleistet, für die "High-Lights" der Plast. Chirurgie, wie lange mikrochirurgische Eingriffe, cranio-faciale Operationen oder die Behandlung der Schwerbrandverletzten, bleibt keine Zeit. Durch 1750 ambulante Untersuchungen und 350 Operationen im 1. Jahr wird jedoch der Bedarf an plastisch-chirurgischen Leistungen eindeutig erwiesen.

Am 1.1.1989 führt dies zur Genehmigung einer Turnusarztstelle. Die erste Assistentin ist Dr. Gertrude M. Beer. Mit dieser Unterstützung kann nun das Angebot der Abteilung auf sämtliche Disziplinen der Plast. Chirurgie (Hand-, Mikro- und Nervenchirurgie, Wiederherstellungschirurgie, Verbrennung und Ästhetische Chirurgie) ausgedehnt werden. Auch die wissenschaftliche Tätigkeit wird vortragsmässig wieder in Angriff genommen.

Am 26. 6.1989 organisiert die Plastische Chirurgie des LKH Feldkirch das Sommerwork-shop der Europäischen Plastischen Chirurgen in Schwarzenberg.

4.- 6.10.1990 - Die Plastische Chirurgie Feldkirch wird mit der Durchführung der 28. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Plastische Chirurgie in Feldkirch beauftragt. Dies ist als Zeichen zu werten, dass sich die Abteilung österreichweit innerhalb von 2 Jahren akademisch etabliert hat und ein Anlass, die vergangenen zwei Jahre vortragsmässig mit dem Titel "Ideelle und Strukturelle Konzepte zur Neugründung einer Plastisch chirurgischen Abteilung" aufzuarbeiten.

1991 - 1994


Am 18.2.1991 wird nun die Struktur der Belegabteilung durch Installierung eines eigenen Sekretariates. Damit ist für die zunehmende Patientenanzahl eine eigene Anlaufstelle geschaffen.

Am 11. 7. 1991 erfolgt die Durchführung des ersten freien mikrovasculären Dünndarmtransplantates als zervikaler Oesophagusersatz, d.h. dass das Team der Plast. Chirurgie nun in der Lage ist, auch lange und aufwendige Rekonstruktionsverfahren im Sinne von Plastischen Dienstleistungen für andere Abteilungen, wie in diesem Falle Hals-, Nasen-,Ohrenabteilung, bereitzustellen.

Im Jahre 1992 erscheint nun die erste Publikation der Abteilung im Journal of Plastic and Reconstructive Surgery mit dem Titel "Endoscopic capsulotomy of capsular contracture after breast augmentation".

Am 29.10.1992 wird ein neuer Operationssaal im Operationstrakt West als OP-III für die Plastische Chirurgie eröffnet.

1. 7. 1993 Die ambulante Tätigkeit und die stationären Aufnahmen haben in der Weise zugenommen, dass die Administration im Sekretariat mit einer Person nicht mehr zu bewältigen ist. Es wird eine zweite Sekretariatsstelle für die Plastische Chirurgie genehmigt. Ein Zeichen der Entwicklung ist die Gesamtzahl der Operationen, die mittlerweile nach OP-Gruppen auf 1300 angestiegen ist.

1994 wird der Durig-Böhler-Preis des Landes Vorarlberg an Dr. Gertrude Beer und Dr. Peter Kompatscher für die Arbeit "A New Technique for the Treatment of Lacrimal Gland Prolapse in Blepharoplasty" verliehen.

Am 15.7.1994 zieht die Plastische Chirurgie im Westen vom III. Stock in den IV. Stock, die Anzahl der Betten wird nun auf 16 erhöht. Gleichzeitig wird eine Leitungsebene im Mitteltrakt des Hauses mit der Errichtung eines eigenen Fotolabors installiert.

Im Jahre 1994 wird nun die Plastische Chirurgie Feldkirch erstmalig ins Jahrbuch für Plastic, Aesthetic Surgery mit der Arbeit: "A New Technique for the Treatment of Lacrimal Gland Prolapse in Blepharoplasty" aufgenommen.

1995 - 2000


1996 Es sind nunmehr 817 Aufnahmen zu verzeichnen, über 4000 ambulante Untersuchungen und über 1400 Eingriffe nach OP-Gruppen.

Am 8.1.-11.1.1997 wird die "15. Jahrestagung der deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung" in Damüls organisiert.

Am 28.7. - 2.8.1997 wird die Abteilung im IV. Stock des Westtraktes gesperrt, es erfolgt eine völlige Renovierung des Stationstraktes.

Am 19.8.1997 wird die Belegabteilung in ein Primariat umgewandelt und Dr. Peter Kompatscher mit der weiteren Führung dieses Primariates betraut.

Am 1.1.1998 verlässt Frau Dr. Beer zur weiteren Fortbildung im Bereiche der Handchirurgie die Abteilung. Sie wird für 1 Jahr karenziert und nimmt eine Oberarztstelle an der Universitätsklinik Zürich an.

Im ersten Halbjahr 1998 ergibt sich für die Abteilung ein technischer Innovationsschub, es werden 5 Lasergeräte neu angeschafft, zusätzlich die Fotografie auf digitale Bilddokumentation umgestellt und ein Ultraschall-Liposuctionsgerät angeschafft. In diesen vergangenen 10 Jahren ist es also gelungen für Vorarlberg im Landeskrankenhaus Feldkirch eine hochqualifizierte Versorgungseinheit im Fache der Plastischen Chirurgie zu erstellen. Es war uns immer ein besonderes Anliegen, gerade im Hinblick auf die Qualitätssicherung der Behandlung, dem Patienten höchstes Niveau zu bieten.

Diese Bemühungen werden insofern honoriert, als die Abteilung für Plastische Chirurgie in Feldkirch 1997 als erste Abteilung Österreichs von der EU-Kommission zertifiziert und akkredidiert wird.

Dies ist nicht nur ein Zeichen für nachvollziehbare und funktionierende Organisationsstrukturen, sondern auch, dass es der Abteilung gelungen ist, nunmehr alle Bereiche der Plastischen Chirurgie voll zu betreuen. Aufgrund des nun klaren Profiles der Abteilung für Plastische Chirurgie sind die Patientenanfragen immer noch steigend, der Bedarf hat zur Zeit zu einem gewissen Patientenstau mit unangenehmen Wartezeiten geführt. Die Aufgabe der Zukunft wird es sein, die Strukturen zum Wohle der Patienten weiter professionell auszubauen und alle drei Ebenen, Station, Ambulanz und Operationssaal zu verstärken.


Weitere Einblicke in die allgemeine Geschichte der Plastischen Chirurgie finden Sie hier, wenn Sie auf den untenstehenden Link klicken.




Die Geschichte der Plastischen Chirurgie

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