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Aktuell News 2016: ÖGMP Jahrestagung
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  2016: ÖGMP Jahrestagung

Medizinische Physik - wichtige Disziplin im Brennpunkt

100 Medizinphysiker aus dem DACH-Raum tagen am LKH Feldkirch

Die Österreichische Gesellschaft für Medizinische Physik (ÖGMP) hält ihren diesjährigen österreichweiten Kongress am LKH Feldkirch ab. Rund 100 Wissenschaftler aus ganz Österreich und den angrenzenden deutschsprachigen Ländern stellen von 09. bis 11. Juni die neuesten Forschungsergebnisse vor. Am LKH Feldkirch wurde bereits im Jahr 1989 ein eigenes Institut für Medizinische Physik eingerichtet. Den Physikern und Technikern obliegt hohe Verantwortung, wenn es um Radiologie, Nuklearmedizin, Strahlentherapie sowie den Strahlenschutz geht.

Mit dem Fortschritt in der Medizintechnik hielt auch die moderne Physik in den Spitälern Einzug: Laser, MRT, PET, CT und Linearbeschleuniger sind heute Stand der Technik und aus dem Krankenhausalltag nicht mehr wegzudenken. In all diesen Bereichen arbeiten - hinter den Kulissen und von Patienten und Angehörigen meist unbemerkt - Physiker, die sich auf den Einsatz modernster Physik in der Medizin spezialisiert haben. Das Institut für Medizinische Physik am LKH Feldkirch leitet DI Dr. Thomas Künzler, das Team besteht aus 8 Physikern und 4 Technikern, stellvertretende Leitung hat DI Barbara Tiefenthaler inne.

Jahrestagung: Physik als ein gemeinsamer Nenner für medizinische Disziplinen
Die aktuelle Jahrestagung dient dem Austausch der Physiker und Techniker untereinander, im Panoramasaal des LKH Feldkirch finden praktische Workshops sowie wissenschaftliche Vortragssitzungen zu den Themen Strahlenschutz, Radiologie, Strahlentherapie und Nuklearmedizin unter dem Vorsitz anerkannter Physiker statt. Organisiert wird die Jahrestagung vom Team des Feldkircher Instituts für Medizinische Physik unter der Leitung von Thomas Künzler. "Mit der Errichtung einer eigenen Abteilung im Jahr 1989 hat das LKH Feldkirch schon sehr frühzeitig der Bedeutung dieses Faches Rechnung getragen. Denn: Ob in der Strahlentherapie, der Nuklearmedizin oder Radiologie, die Technik schreitet immer weiter voran und ist ohne Physiker und ihre Expertise in der Betreuung der Fächer nicht mehr denkbar. Um auf aktuellstem Stand zu bleiben, ist nicht nur die Rezeption der neuen Literatur wichtig, sondern ganz besonders die ständige Fortbildung und der direkte Austausch neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse bei Tagungen, wissenschaftlichen Vorträgen und praktischen Workshops. Zur ÖPMG-Jahrestagung 2016 erwarten wir 100 Kollegen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz“, erklärt Künzler.

Medizinische Physik als wichtige Kontrollinstanz im Krankenhaus
Wenn es in der Medizinischen Physik um den Strahlenschutz geht, bedeutet dies die physikalische Überwachung des beruflich strahlenexponierten LKH-Personals. Es werden monatlich ca. 600 Dosimeter an alle beruflich strahlenexponierten Personen ausgeteilt, um die Strahlenexposition zu kontrollieren. Weiters werden die jährlichen Strahlenschutzuntersuchungen des betreffenden Personals vom Institut organisiert. In der Nuklearmedizin führen die Physiker die sogenannte Gammaspektrometrie durch: Dr. Künzler: „Hierbei wird das Abwasser gemessen, um dessen Aktivität zu prüfen. Bei speziellen Therapien in der Nuklearmedizin kommen die Medizinphysiker mit der individuellen Therapieplanung für die Patienten zum Einsatz. Die Überprüfung der Geräte und Detektoren in der Nuklearmedizin - z.B. die Gammakameras oder das PET - fallen in unseren Verantwortungsbereich.“ Auch bei Qualitätskontrollen wie etwa Abnahme- und Konstanzprüfungen der Röntgenanlagen werden von den Physikern und Technikern durchgeführt.

Medizinische Physik und Strahlentherapie
„In der Strahlentherapie umfasst unser Aufgabenbereich die Konstanzprüfung der Linearbeschleuniger, des Afterloadinggeräts und des Bestrahlungsplanungssystems“, so Künzler. „Der Großteil unserer Tätigkeit in der Strahlentherapie befasst sich allerdings mit der individuellen Therapieplanung für die Patienten - gemeinsam mit den Medizinern. Hier gibt es zwei Techniken, erstens die VMAT Planung, bei der viele kleine Einzelfelder ein individuelles, schonendes Bestrahlungsmuster bilden sowie die konventionelle Planung, die aus wenigen Einzelfeldern besteht.“
Das Institut für Medizinische Physik am LKH Feldkirch bündelt somit alle Dienstleistungen in einer eigenen Abteilung und betreut die Radiologie, die Nuklearmedizin, die Strahlentherapie sowie den Strahlenschutz an Vorarlbergs Schwerpunktkrankenhaus.

Homepage ÖGMP 2016


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (08.06.2016)
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