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Aktuell News 2011: CT-Dose Summit der AAPM in Denver
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2011: CT-Dose Summit der AAPM in Denver

2011 fand zum zweiten Mal eine Veranstaltung der AAPM zum Thema CT-Dosis statt. Anlass der Diskussionen über die Dosisbelastung durch CT war ein Zeitungsbericht in der „US today“ im Jahr 2007. In diesem Artikel wurde festgestellt, dass 1/3 der durchgeführten CT‘s klinisch nicht notwendig sind.

Bei Anwendung der „ACR Appropriateness Criteria“, einer Empfehlung, welche diagnostische Mittel für welchen diagnostischen Fall herangezogen werden sollte, stellt man fest, dass die CT nur in 12% der Fälle unter den ersten drei empfohlenen Tests ist und in nur 1,52% der Fälle als Nummer eins Untersuchungsmethode gereiht ist.

Die Überlegungen zur Dosisminimierung behandelten in allen Vorträgen die Punkte kVp, mAs und die Patientengröße. Die Teilnehmer waren sich einig, dass es durch die Herabsetzung der kV möglich ist, an Dosis zu sparen und gleichzeitig den Weichteilkontrast zu erhöhen, ohne dabei unbedingt Bildqualität durch Rauschen zu verlieren.

Ein weiterer wichtiger Punkt, um die CT-Dosis ebenfalls für den Patienten zu verringern, ist die Methode der „Tube Current Modulation“ (TCM). Dabei wurde besonders auf die verschiedenen Methoden der TCM der einzelnen Hersteller eingegangen. Beim Themengebiet der TCM wurde auf die Bedeutung der richtigen Lagerung des Patienten hingewiesen, da die Dicke des Patienten anhand einer Topographieaufnahme  festgestellt wird und es je nach Position des Tisches zu großen Abweichungen bei der Berechnung der Patientendicke kommen kann.

Weiteren Einfluss auf die Exposition hat die „wasted“ Dosis, jener Dosis, die zur Strahlenbelastung des Patienten aber nichts zur Bildrekonstrukton beiträgt. In diesem Zusammenhang wurde festgestellt, dass für die verschiedenen Aufnahmetechniken (Kopf, Thorax, usw.) eine für die jeweilige Untersuchung ideale Kombination von Detektorbreite, Collimation, „wastet Dose“ und Bildqualität gefunden werden muss.

In weiteren Beiträgen wurde auf die verschiedenen Modalitäten des CT‘s (Perfusions CT, Cardiac CT, Neuro CT, CT Angiography usw.) eingegangen.

Neben dem Thema CT und CT Dosis selbst, wurden noch andere aktuelle Projekte in den USA vorgestellt. So beschäftigt sich eine Gruppe der AAPM damit, eine Art Wörterbuch für CT‘s zu entwickeln, um die unterschiedlichen Bezeichnungen der verschiedenen Hersteller miteinander vergleichen zu können. Dieses „Wörterbuch“ ist auf der Homepage der AAPM abrufbar. Die dem Wörterbuch zu Grunde liegende Datenbank bietet weiters auch die Möglichkeit, sich Standard-CT Protokolle anzuschauen und sie mit einander zu vergleichen.

Ein weiteres laufendes Programm ist das „ACR Dose Index Registry“. Nähere Informationen zu diesem Projekt findet man unter http://nrdr.acr.org bzw. unter http://www.acr.org .

 

Ein für Europäer positiver Nebenaspekt war die Feststellung bei den meisten Vorträgen, dass dank den Euratom Richtlinien und durch die Einführung von diagnostischen Referenzwerten bereits ein sehr großer Schritt in Richtung Dosisminimierung in Europa gemacht wurde, und dass ein Blick über den Tellerrand für Amerika nicht schaden würde um sich ein Vorbild an Europa zu nehmen.

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass im nächsten Jahr die „Sommerschool for Diagnostic“ in San Diego, durchgeführt durch die AAPM, stattfinden wird. Bei dieser Veranstaltung werden alle bildgebenden Systeme näher betrachtet werden. Weitere Information sind auf der AAPM- Homepage zu finden.

Matthias Kowatsch


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (18.09.2012)

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