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Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten

Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten gehören zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen in den westlichen Ländern (1:500 Neugeborenen).

Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten sollten nur in spezialisierten Zentren behandelt werden, an denen Chirurgen mit anderen Fachärzten in interdisziplinären Teams zusammenarbeiten. Denn diese Faktoren entscheiden über das Behandlungsergebnis, betonen Experten der Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.

Warum?

In Deutschland werden jährlich etwa 1500 Kinder mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geboren. Betroffen ist eines von 500 Neugeborenen. Damit gehören die Gesichtsspalten zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen. Erbliche Veranlagungen spielen eine gewisse Rolle. Doch wesentlicher dürften individuelle Störungen während der Phase der Gesichtsbildung gegen Ende des zweiten oder zu Beginn des dritten Schwangerschaftsmonats sein: Eine mangelhafte Sauerstoff-Versorgung des Kindes im Mutterleib, Erkrankungen der Mutter, der Konsum schädlicher Substanzen wie Alkohol, Nikotin oder Drogen.

Formen

Es gibt unterschiedliche Formen der Spaltbildung. Die isolierten Lippen-Spalten, Lippen-Kiefer-Spalten oder Lippen-Kiefer-Gaumenspalten sind am häufigsten (eins von 500 Kindern) und betreffen zumeist Jungen. Seltener sind Spalten ausschließlich im harten und weichen Gaumen (eins von 1500 Kindern),die überwiegend bei Mädchen auftreten. Bei der Behandlung geht es jedoch nicht nur um ästhetische Aspekte. Auch verschiedene Funktionsstörungen müssen korrigiert werden. Diese betreffen beispielsweise Atmung und Nahrungsaufnahme, Mimik, Hörvermögen und die Fähigkeit zur Lautbildung. Auch das weitere Wachstum des Gesichts müssen die Ärzte bei den Eingriffen berücksichtigen.

Neugeborene mit einer Gaumenspalte, bei der Mund- und Nasenraum nicht getrennt sind, können schon in den ersten Lebenstagen mit einer so genannten Gaumenplatte versorgt werden. Die Kinder können gestillt werden, die Platte verbessert die Voraussetzungen für die nachfolgenden spaltverschließenden Operationen. Diese sind bereits möglich, wenn das Kind drei bis sechs Monate alt ist, abhängig vom Gewicht, das fünf bis sechs Kilogramm betragen sollte. Zunächst wir in diesem Alter die Lippenspalte verschlossen und der Naseneingang gebildet. Die Gaumenspalten werden bei späteren Eingriffen geschlossen. Bis zur Einschulung sind die wesentlichen Eingriffe abgeschlossen, um Ästhetik und Funktion wiederherzustellen. Mitunter können jedoch weitere Eingriffe erforderlich sein, sobald das Wachstum abgeschlossen ist. Neben den operativen Maßnahmen sind auch weitere Therapien erforderlich, um Sprech- und Hörstörungen zu vermeiden oder zu behandeln. So ist häufig eine stufenweise phoniatrische und logopädische Behandlung notwendig.

Konsequenz

Aufgrund der hohen Komplexität der Fehlbildung müssen die betroffenen Kinder von interdisziplinären Teams betreut und behandelt werden. An insgesamt 60 Zentren in Österreich und Deutschland arbeiten MKG- Chirurgen, Kieferorthopäden, HNO-und Kinderärzte, Phoniater und Pädaudiologen (Ärzte für kindliche Stimm-, Sprach- und Hörstörungen)daher in solchen Teams zusammen.
Da diese Teams mindestens 30 Kinder pro Jahr versorgen, verfügen sie auch über die notwendige Erfahrung, um die kleinen Patienten mit guten Spätergebnissen behandeln zu können. Denn die Erfahrung entscheidet genau so wie die Operationstechnik über das Resultat der Behandlung, wie Studien belegen.

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