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Aktuell News 1 Jahr mobile Dialyse
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  1 Jahr mobile Dialyse

Positive Entwicklung des neuartigen Leistungsangebots - Patienten profitieren von schonender Therapie in gewohnter Umgebung

Am 1. August 2010 startete die Abteilung für Nephrologie & Dialyse am LKH Feldkirch gemeinsam mit dem Land Vorarlberg und der Vorarlberger Gebietskrankenkasse das Projekt „Mobile Dialyse“ - mit dem Ziel, Dialyse-Patienten zu Hause zu betreuen. Ein Jahr später kann Prim. Doz. Dr. Karl Lhotta eine überaus positive Bilanz ziehen: „Das Angebot bedeutet eine Optimierung der therapeutischen Möglichkeiten und erlaubt mehreren Vorarlberger Patienten mit chronischem Nierenversagen, in der gewohnten Umgebung bestens versorgt zu werden.“

Blutreinigung ist lebensnotwendig. Doch nicht bei allen Menschen funktionieren die Nieren einwandfrei. Bei einer Nierenschwäche können schädliche Stoffe nicht mehr vollständig aus dem Körper gefiltert werden. „Ist die Organschädigung fortgeschritten, muss das Blut mittels künstlicher Blutwäsche, der so genannten Dialyse, gereinigt werden“, erklärt Primarius Lhotta, Leiter der Abteilung für Nephrologie und Dialyse im LKH Feldkirch.

Zwei Möglichkeiten der Behandlung

Die meisten Nierenpatienten werden ambulant in einem Dialysezentrum behandelt und müssen sich drei Mal wöchentlich für je vier Stunden einer so genannten Hämodialyse unterziehen. Eine Behandlungsvariante, die zu Hause durchgeführt werden kann, ist die Peritonealdialyse, bei der das Bauchfell des Patienten als Blutfilter genutzt wird. Der Patient kann nach einer Einschulung die Peritonealdialyse selbstständig durchführen und den Ablauf seinem gewohnten Tagesablauf anpassen.

Mobile Peritonealdialyse

Kann jedoch die Behandlung nicht selbst oder mit Hilfe von Angehörigen durchgeführt werden, bietet das LKH Feldkirch Unterstützung durch ein mobiles Dialyseteam, das in enger Kooperation mit Hausärzten, weiteren Pflegekräften und Angehörigen die durchgehende Betreuung des Patienten gewährleistet. Dank eines vom Biotechnologie-Unternehmen Baxter gesponserten Fahrzeugs, das nun seit einem Jahr in Einsatz ist, kann eine Pflegekraft mehrere Dialysepatienten regelmäßig zu Hause versorgen. Dies bedeutet nicht nur mehr Lebensqualität, sondern auch mehr Sicherheit für die Betroffenen. „Da im Rahmen jedes Besuches der Zustand des Patienten durch die Pflegefachkraft kontrolliert wird, können Komplikationen früher erkannt und der Patient bei Bedarf auf unsere Abteilung überwiesen werden“, so Lhotta.

Vorteile gegenüber Hämodialyse

„Die Vorteile der Peritonealdialyse liegen vor allem in der Verbesserung der Lebensqualität des Patienten, der in gewohnter Umgebung behandelt werden kann und nicht regelmäßig das Krankenhaus aufsuchen muss, um jeweils mehrere Stunden am Dialysegerät zu hängen“, betont Gesundheitslandesrat LSth. Mag. Markus Wallner.  Aber auch aus medizinischer Sicht hat die Methode Vorteile, da sie z.B. den Kreislauf weniger beeinträchtigt und keine Blutverdünnung notwendig ist. „Da in zunehmendem Maße ältere Patienten mit schweren Begleiterkrankungen eine Dialysebehandlung benötigen, werden Therapieformen wie die assistierte Peritonealdialyse, die eine schonende Behandlung zu Hause ermöglichen, in Zukunft an Bedeutung gewinnen“, ist Wallner überzeugt.

 

Facts: Vorteile der Mobilen Peritonealdialyse:

- Behandlung erfolgt zu Hause

- Kein Gefäßzugang notwendig

- Weniger Beeinträchtigung des Kreislaufes

- Keine Blutverdünnung notwendig

- Tägliche Überwachung und Kontrolle durch geschultes Pflegepersonal

 

Facts: Bilanz 1 Jahr „Moblie Dialyse“ am LKH Feldkirch

Insgesamt wurden 12 Patient/innen behandelt

Das Pflegeteam hat nahezu 1000 Dialysebehandlungen durchgeführt.

Dabei wurden über 33.000 Kilometer zurückgelegt




© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (08.08.2016)
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