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Patienteninformation Transplantation Leben mit neuer Niere
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  Leben mit neuer Niere

Nach erfolgreicher Nierentransplantation kann der Patient ein weitgehend normales Leben führen. Die Lebensqualität Nierentransplantierter unterscheidet sich statistisch nicht von der eines normalen Kontrollkollektives und ist deutlich besser als bei Dialysepatienten. Der Gewinn an Lebensqualität betrifft das allgemeine Wohlbefinden, die psychische und physische Leistungsfähigkeit, das Selbstwertgefühl, die Libido und die sozialen Kontakte. Auch Patienten, die in der Dialysephase nicht arbeitsfähig waren, können oft wieder beruflich vollständig rehabilitiert werden. Dies hängt aber naturgemäß von der Art der Tätigkeit ab. Vorsicht ist bei anstrengender körperlicher Tätigkeit im Freien oder unter Kälteexposition geboten sowie bei anderen Arbeiten, bei denen sich das erhöhte Infektionsrisiko negativ auswirken könnte. Einschränkungen ergeben sich aus der Notwendigkeit zur regelmäßigen Medikamenteinnahme und ärztlichen Kontrollen im zuständigen Zentrum. Bei diesen wird die Funktion der Niere mittels Blut- und Harnanalysen überprüft, weiters werden die Medikamenten-Blutspiegel kontrolliert und die weitere Dosis der immunsuppressiven Therapie oder Änderungen der Strategie festgelegt. Auch die sekundären Komplikationen bzw. ihre Prävention sind Gegenstand dieser Untersuchungen. Bei Hinweisen für Entzündungen werden diese behandelt, naturgemäß muß bei rezidivierenden Infekten die mögliche Ursache identifiziert werden. In bestimmten Abständen wird außerdem ein Screening für Malignome durchgeführt. Die Ernährung nach Nierentransplantation hängt von der Funktion des Transplantates ab. Bei guter Funktion gelten die gleichen Richtlinien wie für Gesunde. Einschränkend muß darauf hingewiesen werden, daß es unter Steroideinnahme zu gesteigertem Appetit und damit leicht zur Gewichtszunahme kommen kann. Steroide und Calcineurin-Inhibitoren können einen Posttransplant-Diabetes induzieren und erhöhte Blutfette auslösen. In diesen Fällen sind diätetische Vorsichtsmaßnahmen zweifellos nötig. Bei eingeschränkter Funktion gelten die gleichen Richtlinien wie bei chronischer Niereninsuffizienz. Reisen ins Ausland, auch in weiter entfernte Länder, sind möglich. Allerdings sind Fernreisen in exotische Länder bzw. in solche mit unzureichender medizinischer Versorgung nicht anzuraten. Eine ausreichende Menge der benötigten Medikamente ist mitzuführen. Besonders in südlichen Gebieten ist auf eine adäquate Trinkmenge zu achten. Bei Erbrechen, aber auch bei Diarrhöe kann es zu mangelhafter Resorption der Medikamente oder zur Hypovolämie kommen. Der Abschluß einer Reiseversicherung zur Abdeckung eventueller Behandlungskosten oder für einen notfallsmäßigen Heimtransport ist anzuraten. Über die Effektivität von Impfungen nach Nierentransplantation liegen nur sehr limitierte Daten vor. Vermutlich ist unter immunsuppressiver Therapie der Anteil von Non-Respondern besonders hoch. Es gibt keine Hinweise, daß durch Impfungen Abstoßungen ausgelöst werden. Von Impfungen mit Lebendimpfstoffen wird aber generell abgeraten. Generell wird eine gesunde Lebensweise empfohlen.


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (24.09.2004)
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