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  Experte aus Friedrichshafen behandelt Herzrhythmusstörungen am LKH Feldkirch

Erfolgreich Kooperation und innovative Medizintechnik hilft Vorarlberger PatientInnen

Herzrhythmusstörungen können jeden Menschen treffen: Der Fußballer, der mitten auf dem Platz zusammenbricht, das junge Mädchen, das beim Segeln wie aus dem Nichts über Bord geht, der dynamische Geschäftsmann, der den Stress im Arbeitsalltag problemlos verkraftet, am Abend vor dem Einschlafen aber plötzlich sein Herz „bis in den Hals“ schlagen hört. „Sie alle leiden möglicherweise an Herzrhythmusstörungen, häufig schon von Geburt an, manchmal lange Zeit unentdeckt“, weiß Prim. Univ-Doz. Dr. Werner Benzer, Leiter des Instituts für Interventionelle Kardiologie am Landeskrankenhaus Feldkirch. Eine Kooperation mit dem Klinikum Friedrichshafen stellt sicher, dass diese Fälle in Vorarlberg optimal behandelt werden.

„Diese Zusammenarbeit besteht bereits seit gut einem Jahr im Rahmen eines EU-geförderten Projektes“, erklärt Primar Benzer. Seit April behandeln die Experten aus Friedrichshafen PatientInnen auch direkt am Landeskrankenhaus Feldkirch. Für die Vorarlberger Bevölkerung bedeutet dies, dass der Großteil der Untersuchungen und Behandlungen auch bei komplexeren Herzrhythmusstörungen ebenfalls am Landeskrankenhaus Feldkirch durchgeführt werden kann.

Schwierige Diagnose

Wie wichtig das ist, weiß Prim. Benzer aus der Praxis. „Die Diagnose von Herzrhythmusstörungen ist schwierig. Es ist extrem beunruhigend für PatientInnen, wenn das Herz aus dem Takt gerät und der Arzt keine Ursache dafür findet. Bei Arztbesuchen, selbst im Langzeit-EKG schlägt das Herz meistens unauffällig und gleichmäßig.“ Gerade in diesen Fällen erhalten die PatientInnen Hilfe am Institut für Interventionelle Kardiologie.

In der Regel werden PatientInnen mit verborgenen komplexen Herzrhythmusstörungen nach telefonischer Voranmeldung in der Rhythmusambulanz des Instituts für Interventionelle Kardiologie am Landeskrankenhaus Feldkirch untersucht und beraten. Ergibt sich die Notwendigkeit eines Kathetereingriffs und ist der/die PatientIn mit diesem Vorgehen einverstanden, erfolgt die Terminvergabe für einen kurzen stationären Aufenthalt zur endgültigen Diagnosestellung mithilfe einer sog. elektrophysiologischen Stimulation (EPS). Nach Möglichkeit wird auch gleich die Behandlung der Rhythmusstörung mittels Katheterablation durchgeführt.

Erfolgreiche Kooperation

Durch die Kooperation mit der Sektion Elektrophysiologie im Klinikum Friedrichshafen sind im dortigen EPS-Labor unter der Voraussetzung, dass die Krankenkassen die Kosten übernehmen, auch aufwändigere Untersuchungen und Behaldungen möglich, die Landeskrankenhaus Feldkirch nicht durchgeführt werden können. Dabei können mit Hilfe einer elektrophysiologischen Untersuchung auch in den Herzkammern verborgene Rhythmusstörungen ausfindig gemacht werden. Das EPS-Labor in Friedrichshafen wurde gerade komplett modernisiert und bietet mit einem Linksherzkatheter-Messplatz und einer Anlage zur 3-D-Rotationsangiographie die neueste Technik zur Diagnostik und Behandlung aller Arten von Herzrhythmusstörungen, vom gelegentlichen „Herzstolpern“, dem anfallsartigen Vorhofflimmern bis hin zu lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen aus den Herzkammern. „In vielen Fällen ist mit Hilfe der EPS nicht nur die Diagnose, sondern auch eine Behandlung möglich“, erklärt Dr. Hansjörg Bauerle, Leiter der Sektion Elektrophysiologie im Klinikum Friedrichshafen. Bei der Untersuchung werden mit Hilfe geringer elektrischer Impulse Rhythmusstörungen provoziert. Über Röntgenaufnahmen können die für die Störungen verantwortlichen Gewebezellen geortet und gegebenenfalls sofort „verödet“ werden. Das Risiko des Eingriffs ist gering, in der Regel ist nur ein ein- bis zweitägiger stationärer Aufenthalt nötig.


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (18.09.2015)
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