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  24 Stunden Bereitschaft zur Behandlung von Patienten mit Herzinfarkt

Seit 4.12.2006 gibt es am Lanmdeskrankenhaus Feldkirch einen 24 Stunden Dienst zur Behandlung des akuten Herzinfarktes mittels Ballondilatation

Die Ursache für einen Herzinfarkt ist der plötzliche Verschluss eines großen Herzkranzgefässes. Im Bundesland Vorarlberg erleiden pro Jahr an die 600 Menschen einen Herzinfarkt. Davon erreichen ca. 400 lebend ein Spital.

Die Höhe der Überlebenschance bei einem Herzinfarkt hängt von 3 Kriterien ab:

  1. wie schnell reagiert der Patient auf die Symptome
  2. wie schnell und wie sicher erfolgt der Transport in das nächstgelegene Spital
  3. wie schnell gelingt es, das verschlossene Herzkranzgefäß wieder zu öffnen

Zur Wiedereröffnung eines verschlossenen Herzkranzgefässes gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. die medikamentöse Wiedereröffnung (Fibrinolysetherapie)
  2. die Wiedereröffnung mit einem Herzkatheter (primäre Ballondehnung)

Mangels geeigneter Behandlungseinrichtungen zur Ballondehnung war die Standardtherapie des Herzinfarktes bis vor kurzer Zeit die Fibrinolysetherapie. Der Vorteil der Fibrinolysetherapie ist, dass diese in jedem Spital durchgeführt werden kann. Der große Nachteil ist allerdings, dass durch die Fibrinolysetherapie nur etwa 60 - 70 Prozent der verschlossenen Herzkranzgefäße wiedereröffnet werden können. Deshalb müssen etwa 50 Prozent der mit Fibrinolyse behandelten Patienten einen größeren Herzinfarkt und damit eine lebenslange Herzschwäche in Kauf nehmen.

In den letzten Jahren hat die primäre Ballondehnung des verschlossenen Herzkranzgefäßes als Alternative zur Fibrinolysetherapie eine derart hohe Therapiesicherheit erreicht, dass sie bei über 95 Prozent der Fälle zum dauerhaften Erfolg führt. Der Nachteil der Methode ist allerdings, dass sie nicht wie die Fibrinolysetherapie in jedem Spital durchgeführt werden kann, sondern an ein Herzkatheterzentrum gebunden ist und auch mehr Personal und Material erfordert.

Dies lässt beim ersten Hinschauen vermuten, dass die Ballondehnung als Therapie des Herzinfarktes teurer ist als die Fibrinolysetherapie. Kostenrechnungen über die gesamte Zeit der Spitalsbehandlung eines Patienten mit Herzinfarkt zeigen jedoch, dass die primäre Ballondehnung des verschlossenen Herzkranzgefäßes eher billiger ist, weil man sich einerseits das teure Fibrinolytikum spart und die Spitalsaufenthalte der mit primärer Ballondehnung behandelten Patienten kürzer sind. Die Erfahrung zeigt auch, dass Patienten, die primär mit der Fibrinolyse behandelt werden, einige Tage später ohnehin zum Herzkatheter kommen, wo dann in der überwiegenden Zahl der Fälle doch noch eine Ballondehnung durchgeführt werden muss.

Neueste wissenschaftliche Studienergebnisse zeigen jedenfalls, dass bei vorhandener Möglichkeit der primären Ballondehnung eines verschlossenen Herzkranzgefäßes und drohendem Herzinfarkt diese die bevorzugte Therapiemaßnahme sein sollte. Die Europäische und auch die Österreichische Kardiologische Gesellschaft haben deshalb bereits im vergangenen Jahr dahingehende Behandlungsempfehlungen veröffentlicht.

Die Fachgesellschaften halten aber auch klar fest, dass die primäre Ballondehnung eines verschlossenen Herzkranzgefäßes zur Behandlung eines Patienten mit drohendem Herzinfarkt nur dann als Routinebehandlung empfohlen werden kann, wenn ein strukturiertes Versorgungssystem mit einem rund um die Uhr arbeitenden Herzkatheterlabor in erreichbarer Nähe existiert, das von einem erfahrenen Team betrieben wird.

Das Herzkatheterteam des LKH Feldkirch ist seit 4.12.2006 mit allen Möglichkeiten ausgestattet, den Rund um die Uhr Betrieb mit der erforderlichen Therapiesicherheit anzubieten.

 

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© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (18.09.2015)
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