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Patienteninformation Angeborene Herzfehler Persistierender Ductus Arteriosus (PDA)
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Persistierender Ductus Arteriosus (eingekreist).
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  Persistierender Ductus Arteriosus (PDA)

Herzfehler mit Links-Rechts.Shunt

Der persistierende (fortbestehende) Ductus Arteriosus tritt bei 10% aller angeborenen Fehlbildungen auf. Ductus arteriosus ist eine Kurzschlussverbindung zwischen Lungenarterie und dem Anfangsteil der Aorta. Für den Fötus hat es die wichtige Funktion das Blut aus der rechten Herzhälfte, an der noch nicht funktionsfähigen Lunge vorbei, direkt in den großen Kreislauf zu leiten. Das Blut des Fötus wird über die Lunge der Mutter mit dem Sauerstoff angereichert. Normalerweise bildet sich diese Verbindung nach der Geburt zurück, falls sie jedoch bestehen bleibt, begünstigt sie den Blutstrom von der linken (sauerstoffreichen) in die rechte (sauerstoffarme) Herzhälfte (Links-Rechts-Shunt), was zu Rechtsherzbelastung führt.

Der Verschluss des Ductus kann bei Frühgeburten oder durch Schädigung des Embryos verzögert oder gar nicht erst eintreten.

Folgen

Patienten mit großem Links-Rechts-Shunt (LRS) haben ähnliche Beschwerden wie bei großem Ventrikelseptumdefekt:

  • Linksherzinsuffizienz mit Atemnot, ev. Tachypnoe (gesteigerte Atemfrequenz)

  • Wachstumsstörung

  • Trinkschwäche im Säuglingsalter

  • Neigung zu pulmonalen Infekten

Komplikationen

Bei großem LRS können folgende Komplikationen eintreten:

  • Linksherzinsuffizienz

  • pulmonale Hypertonie (konstante Druckerhöhung im Lungenarteriensystem)

  • Druckbelastung und Vergrößerung der rechten Herzkammer

  • Pulmonalsklerose

  • Shuntumkehr (Rechts-Links-Shunt) mit zentraler Zyanose (unzureichender Sauerstoffgehalt in den Arterien)

Diagnostik

  • Klinische Untersuchung

  • EKG: Bei großem LRS Zeichen für Vergrößerung der linken Herzkammer,
    bei pulmonaler Hypertonie auch Zeichen für Vergrößerung der rechten Herzkammer oder beider Herzkammern

  • Echokardiographie

  • Röntgen: Bei kleinem LRS normal großes Herz, bei größerem LRS Vergrößerung des Herzens mit Vergrößerung des linken Vorhofs und der linken Kammer.

  • Kernspintomographie- Angiographie (Darstellung der Herzgefäße)

  • evtl. invasive Diagnostik falls andere Befunde nicht ausreichen

Therapie

Versuch den Verschluss des Ductus medikamentös zu erreichen durch Gabe von Prostaglandininhibitoren.
Eine weitere Alternative ist die sog. Katheterokklusion oder operativer Verschluss des Ductus durch das Vernähen.
Bei Frühgeborenen kommt es in 75% der Fälle zum Spontanverschluss des PDA, nach dem 3. Lebensmonat werden Spontanverschlüsse seltener. Wird ein PDA vor Eintritt von Komplikationen operiert, ist die Prognose sehr gut und die Lebenserwartung normal.


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (23.11.2004)
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