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Leistungen Echokardiographie Schluckecho, Transösophageale Echographie (TEE)
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  Schluckecho, Transösophageale Echographie (TEE)

Was ist eine transösophageale Echokardiographie?

Bei der transösophagealen Echokardiographie (TEE) wird eine flexible Sonde mit einem kleinen Schallkopf in die Speiseröhre eingeführt. Der Schallkopft ermöglicht Ultraschalluntersuchungen direkt an der Rückseite des Herzens.

Vorbereitungen

Vor der Untersuchung sollte der Patient mind. 4 Stunden nüchtern sein. Bis zu 2 Stunden vor der Untersuchung sind klare Flüssigkeiten erlaubt. Schluckstörungen und Erkrankungen der Speiseröhre und/oder des Magens sollte der Patient vorher dem Arzt mitteilen.

Die TEE wird in örtlicher Betäubung durchgeführt, allgemein üblich ist eine Rachenschleimhautanästhesie. Eine Nahrungsaufnahme ist erst 2 Stunden nach der Untersuchung zu empfehlen. Bei einem intravenös verabreichten Beruhigungsmittel darf der Patient für mindestens 12 Stunden kein Auto fahren.

Die Untersuchung

  • Die TEE-Sonde wird in Linksseitenlage des Patienten über einen Beißring in die Speiseröhre eingeführt. Zahnprothesen müssen vorher rausgenommen werden. Patienten, die künstlich beatmet werden, werden in Rückenlage untersucht.

  • Für einige Schnittebenen ist ein Vorschieben der Sonde bis in den oberen Magenbereich hinein erforderlich, so dass der Ultraschallkopf direkt neben dem Herzen zu liegen kommt.

  • Während der Untersuchung werden EKG, Blutdruck und Sauerstoffversorgung laufend überwacht.

  • Unter leichter Drehung des Ultraschallkopfes werden verschiedene Bilder von Herz und Hauptschlagader aufgenommen und auf dem Videoband oder einer Speicherplatte gespeichert. Diese Aufzeichnungen können dann nochmals in Ruhe beurteilt und ausgedruckt werden.

Die ganze Untersuchung dauert etwa eine halbe Stunde und ist für den Patienten schmerzlos.

Welche Vorteile bietet die TEE?

Ein großer Vorteil ist die bessere Abbildungsqualität der TEE im Vergleich zu der üblichen Echokardiographie. Aufgrund des kürzeren Abstands zum Herzen können Schallköpfe mit kürzerer Reichweite, dafür jedoch mit höheren Ultraschallfrequenzen verwendet werden, die eine bessere räumliche Auflösung ermöglichen.

Die TEE erlaubt eine genauere Beurteilung insbesondere der im rückseitigen Anteil des Körpers liegenden Bereiche,

  • wie z.B. Herzvorhofbereich,

  • zentrale Hohlvenen

  • und Brusthauptschlagader.

Mit der TEE läßt sich auch der Blutfluß in den Herzkammern und durch die Herzklappen betrachten. Veränderungen an den Herzscheidewänden werden sichtbar, auch Thromben und Auflagerungen auf den Herzklappen sowie die Herzklappen selbst können dargestellt werden.

Wann wird eine TEE durchgeführt?

Am häufigsten wird die Untersuchung beim Verdacht auf eine Emboliequelle (Gerinnsel) im Herzen durchgeführt. Sie ist auch zum Ausschluss oder Nachweis von Gerinnsel und Tumoren im Vorhofbereich oder Veränderungen des Vorhofseptums (Scheidewand zwischen den Vorhöfen) nowendig.

Weitere wichtige Anlässe bei denen TEE eigesetzt wird, sind

  • Fehlfunktionen der Herzklappenprothesen,

  • Klappenendokarditis (Entzündung der Herzklappen),

  • Wandveränderungen der Hauptschlagader

  • und bestimmte angeborene Herzfehler.

Ist mit Komplikationen zu rechnen?

Die Ultraschalluntersuchung des Herzens durch die Speiseröhre ist ein risikoarmes Routineverfahren. Trotz größter Sorgfalt kann es dennoch in Einzelfällen zu Komplikationen kommen. Zu nennen sind:

  • Verletzungen an Speiseröhre, Kehlkopf oder Luftröhre beim Einführen des Echoskops, vor allem wenn krankhafte Veränderungen bestehen (z.B. Verengungen, Aussackungen oder Speiseröhren-Krampfadern);

  • selten Herzrhythmusstörungen, die meist von alleine vergehen oder mit Medikamenten behandelt werden können;

  • selten Beeinträchtigung der Atemfunktion bis hin zum Atemstillstand, insbesondere bei der Gabe von Beruhigungsmitteln. Die Überwachung während und auch nach der Untersuchung durch den Arzt und seine Assistenten reduziert diese Gefahr jedoch erheblich;

  • sehr selten Herz-Kreislaufstörungen und andere Komplikationen, wie z.B. Verletzungen durch die Lagerung vor, während und nach der Untersuchung oder Gebissschäden bei lockeren Zähnen;

  • äußerst selten Überempfindlichkeitsreaktionen auf eingespritzte Medikamente bzw. örtliche Betäubungsmittel.

Worauf ist nach der Untersuchung zu achten?

  • Falls Sie eine Rachenbetäubung erhalten haben, dürfen Sie nach der Untersuchung 2 bis 3 Stunden lang nicht essen und trinken.

  • Treten nach der Untersuchung Schmerzen oder andere Befindlichkeitsstörungen (z.B. Schwindel, Übelkeit, Bluterbrechen) auf, informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt.

  • Bei ambulanter Untersuchung fragen Sie Ihren Arzt nach genauen Verhaltensregeln und lassen Sie sich bitte abholen. Wenn Sie ein Beruhigungs- und/oder Schmerzmittel erhalten haben, dürfen Sie frühestens nach 24 Stunden wieder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Ferner sollten Sie in dem gleichen Zeitraum keine wichtigen Entscheidungen treffen und nicht an gefährlichen Maschinen arbeiten.

Sollte sich Ihr Befinden nach der Untersuchung verschlechtern, z.B. wenn Sie Atemnot, einen starken Hustenreiz bekommen oder Blut abhusten müssen, oder wenn Ihnen übel und schindelig wird, müssen Sie umgehend den Arzt aufsuchen. Ebenfalls bei Fieber, Schmerzen, Schüttelfrost sollte der Arzt verständig werden, auch wenn diese Beschwerden erst Tage nach der Untersuchung auftreten.

Was der Arzt wissen muss...

Das Risiko ärztlicher Eingriffe wird durch körperliche Verfassung und Vorschäden beeinflusst. Um Gefahrenquellen rechtzeitig zu erkennen, braucht der Arzt folgende Informationen:

  • Leiden Sie unter Schluckbeschwerden oder haben Sie eine Erkrankung des Rachens, der Speiseröhre oder des Magens?

  • Wurde bei Ihnen schon einmal eine Magenspiegelung oder eine Röntgenuntersuchung des Magens oder der Speiseröhre durchgeführt?

  • Besteht eine Lungenerkrankung (z.B. Bronchialasthma, chronische Bronchitis, Luftnot)?

  • Besteht ein Bluthochdruck?

  • Sind Störungen des Stoffwechsels (z.B. Zuckerkrankheit, Lebererkrankung) bekannt?

  • Besteht eine Bluterkrankung/erhöhte Blutungsneigung (z.B. häufiges Nasenbluten, Neigung zu Blutergüssen oder blauen Flecken)?

  • Nehmen Sie Medikamente zur Blutverdünnung ein?

  • Besteht eine akute/chronische Infektionskrankheit (z. B. Hepatitis, Aids) oder ein anderes schwerwiegendes chronisches Leiden (z.B. Grüner Star, Epilepsie, Leberzirrhose)?

  • Haben Sie lockere Zähne, Zahnkrankheiten (z.B. Karies, Parodontose) oder tragen Sie Zahnersatz (z.B. Stiftzähne, Jacketkronen, Zahnbrücken, herausnehmbare Prothesen)?

  • Nur für Frauen im gebärfähigen Alter: Könnten Sie schwanger sein?

Das Aufklärungsgespräch

Im Aufklärungsgespräch sollten Sie nach allem fragen, was Ihnen wichtig erscheint, so z.B.:

  • Wie notwendig und dringlich ist die Untersuchung?

  • Gibt es andere Untersuchungsmethoden?

  • Bestehen für mich persönliche Risiken, die im Aufklärungsblatt nicht erwähnt sind?




© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (19.01.2005)
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