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Aktuell News Fragen und Antworten zur Mandeloperation
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Symbolbild vom Aufklärungsbogen bei Mandeloperationen.(Quelle: DIOmed Aufklärungssystem)
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Prim. Dr. Wolfgang Elsässer, Leiter der HNO Abteilung LKH Feldkirch:"Eine der wichtigsten Maßnahmen ist hier die Zusammenarbeit mit dem Patienten oder mit den Eltern der Kinder, die eine Mandeloperation durchführen lassen. "
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Dies sind die Instrumente, die zu einer Mandeloperation gebraucht werden.
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  Fragen und Antworten zur Mandeloperation

Warum müssen Mandeln operativ entfernt werden?

Die häufigste Indikation zur Mandeloperation stellt die ständig wiederkehrende Mandelentzündung dar. Als Streuherd können die Tonsillen (Mandeln) Ursache für Herz-, Nieren- oder Gelenkserkrankungen sein. Mandelabszesse (Peritonsillarabszesse) sind Notfälle und werden als solche sofort operiert.

Wie viele Mandeloperationen werden am LKH Feldkirch jährlich durchgeführt?
An der Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am LKH Feldkirch werden jährlich rund 600 Tonsillektomien durchgeführt. Die Tonsillektomie ist die operative Entfernung von Mandeln. Die Tonsillektomie ist die am häufigsten in der HNO durchgeführte Operation. Der Eingriff wird üblicherweise in Allgemeinanästhesie durchgeführt. In den letzten 25 Jahren ist dem Leiter der Abteilung am LKH Feldkirch, Prim. Dr. Wolfgang Elsässer, kein Todesfall durch Verbluten nach einer Mandeloperation bekannt.

Wie verläuft die Operation?
Die Mandeloperation am LKH Feldkirch wird unter Vollnarkose mit speziellen mechanischen Instrumenten (Schere, Raspatorium) durchgeführt. Dabei werden die Mandeln aus dem Bett herauspräpariert. Kleine blutende Gefäße werden mit einer Strompinzette gestillt (Verödung).

Die Operation dauert durchschnittlich 20 Minuten. Nach der Operation bleiben die Patienten bei uns bis zu 3 Tagen stationär im Krankenhaus.

 

Warum kann es nach der Operation zu Blutungen kommen?
Nach der Entfernung der Mandeln kommt es aus oberflächlichen Gefäßen im Bereich des Mandelbettes zu Blutungen. Diese verödet der HNO-Facharzt mit einem elektronischen Pinzette. Durch diese Verödung bildet sich ein Wundschorf, der sich normalerweise cirka eine Woche nach der Operation abstößt.  Nach diesem Prozess kann es zu Blutungen aus dem Mandelbett kommen. Blutungen nach Mandeloperationen treten bei ca. 5% der Fälle ein.

 

Wie lange nach der Operation kann es zu Blutungen kommen?
Erste Nachblutungen können in den ersten 48 Stunden nach der Operation auftreten. Zu dieser Zeit ist der Patient meist noch stationär, die Wunden können wieder verödet werden. Üblicherweise treten die Blutungen zwischen dem 5. und 8. postoperativen Tag auf, wobei Blutungen bis zum 21. Tag in der Fachliteratur bekannt sind.

Bevor der Patient nachhause geht, wird er noch einmal mittels Merkblatt intensiv aufgeklärt, worauf er beispielsweise beim Essen achten soll, was die wichtigsten Schritte bei einer Blutung sind, welche Bewegungen nicht erlaubt sind., ...usw.

Siehe PDF-Download Merkblatt für die Nachbehandlung am Ende dieses Textes.

 

Was soll der Patient tun, wenn er eine Blutung nach einer Mandeloperation bemerkt?
Der Patient soll sofort in die HNO-Abteilung an das LKH Feldkirch kommen, zu jeder Tages- oder Nachtzeit. Blutungen müssen immer ernst genommen und von einem HNO-Facharzt angesehen werden. Nur dann können wir etwas dagegen tun und so vielleicht auch das Schlimmste verhindern.


Was tut der HNO-Facharzt/-ärztin, wenn die Wunde nach der Mandel-OP wieder zu bluten beginnt?

Patienten, die mit Nachblutungen zu uns kommen, werden stationär aufgenommen und beobachtet. Wir entscheiden dann, ob eine erneute elektrische Verödung der Gefäße notwendig ist oder nicht. Ist dies der Fall, erhalten erwachsene Patienten und auch Kinder  wahlweise eine Vollnarkose  oder Lokalanästhesie, und wir veröden die Gefäße erneut.

 

Welche Maßnahmen werden von der HNO-Abteilung am LKH Feldkirch ergriffen, dass eine Blutung nicht tragisch endet?
Eine der wichtigsten Maßnahmen ist hier die Zusammenarbeit mit dem Patienten oder mit den Eltern der Kinder, die eine Mandeloperation durchführen lassen.

  • Dies beginnt bei der intensiven Aufklärung, bei welcher wir über alle Folgen der Operation informieren  und auch für den Notfall Ratschläge mitgeben, was zu tun ist.
  • In den ersten beiden Tagen nach dem Eingriff soll der Patient beispielsweise nur weiche und flüssige Speisen zu sich nehmen. Kaffee, Zigaretten und stark gewürzte oder säurehaltige Speisen sind zu vermeiden. Mindestens 14 Tage lang soll der frisch Operierte keinen Sport betreiben, Kinder sind also vom Sportunterricht zu befreien. Vollbäder, Sonnenbäder, Sauna oder sonstige körperliche Anstrengungen sollen ebenfalls vermieden werden.
  • Gerade bei Kindern sollen Eltern auch noch mehrere Tage nach der Operation auf Nachblutungen kontrollieren.
  • Treten bei einem Patienten nach einer Mandeloperation Blutungen auf, soll er sofort in unsere Abteilung zur Abklärung kommen. Unsere HNO-Ambulanz ist 24 Stunden lang mit einem HNO-Facharzt besetzt. Oft passiert es, dass der Patient wertvolle Zeit verschwendet, indem er zuerst zu einem anderen Krankenhaus fährt, von wo aus er dann zu uns überwiesen wird.
  • Alle Patienten mit einer Blutung nach einer Mandeloperation werden bei uns zur Beobachtung stationär aufgenommen. Im Notfall stillen wir die Blutung sofort.
  • Mandel-OP-Patienten, die nach einer Entlassung keine Möglichkeit haben, innerhalb kürzester Zeit zu uns zu kommen, behalten wir selbstverständlich länger in unserer Obhut.

MERKBLATT FÜR DIE NACHBEHANDLUNG VON MANDELOPERIERTEN PATIENTEN: Download im PDF hier:

Merkblatt für Nachbehandlung von Mandeloperierten Patienten (pdf)

© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (14.07.2015)
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