Vlbg. KH-Betriebsgesellschaft Feldkirch HNO
 


Startseite Kontakt Sitemap Impressum

Erweiterte Suche
suchen!
Home
Aktuell
Abteilung
Leistungen
Operative Leistungen
Konservative Leistung
Tumorbehandlung
Patienteninformation
Kontakt


drucken
Leistungen Operative Leistungen Halsoperationen
drucken


Halslymphknoten
Bild vergrößern



Mediane Halszyste
Bild vergrößern



Laterale Halszyste
Bild vergrößern


 
  Halsoperationen

Operationen am Hals sind bei Verletzungen des Halses von außen (z.B. Stich- oder Schussverletzungen), einschmelzenden Entzündungen der Halsweichteile, unklaren Lymphknotenvergrößerungen am Hals sowie bei sogenannten Halszysten oder Halsfisteln indiziert.

 

Verletzungen des Halses von außen

Bei Verletzungen des Halses von außen können lebenswichtige Strukturen wie Halsschlagader, Luftröhre oder Speiseröhre verletzt werden oder Fremdkörper wie z.B. Metall- oder Glassplitter eindringen. Auch eine relativ kleine, jedoch tiefe Stichwunde kann zu Verletzungen der Halsorgane führen, so dass eine Operation in Vollnarkose erforderlich ist, um diese Verletzungen zu versorgen und evtl. eingedrungene Fremdkörper zu entfernen.

 

Einschmelzende Entzündungen der Halsweichteile

Bei Entzündungen der Halslymphknoten, einer vorbestehenden Halszyste oder einer Zahnwurzelentzündung im Unterkiefer kann es zur Bildung einer Eiteransammlung (Abszess) in den Halsweichteilen  oder einer zerfallenden Entzündung der Muskelhäute (nekrotisierende Fasziitis) kommen. In diesen Fällen ist eine Therapie mit Antiobiotika allein nicht ausreichend, die Eiteransammlung muss durch eine Operation nach außen drainiert werden, damit der Entzündungsprozess keine lebenswichtigen Halsorgane befallen kann.

 

Unklare Halslymphknotenvergrößerung

Die Lymphknoten sind Organe des Immunsystems und spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Infektionen. Am Hals gibt es vor allem entlang der Halsgefäße zahlreiche Lymphknoten.

 

Halslymphknoten

 

Normalerweise sind die Lymphknoten nicht tastbar oder von außen sichtbar. Bei einer Entzündungsreaktion können sie jedoch deutlich vergrößert sein, nach Abklingen der Entzündung geht dann auch die Lymphknotenschwellung wieder zurück. Bei fortbestehenden Lymphknotenvergrößerungen kann die Ursache eine chronische Entzündung oder eine bösartige Erkrankung der Lymphknoten sein. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder CT/MRT liefern Informationen über Anzahl und Größe der Lymphknotenvergrößerungen. Zur genauen Diagnose ist jedoch eine Gewebsprobe aus dem Lymphknoten erforderlich. Zum Teil kann eine Feinnadelpunktion des Lymphknoten ausreichen, oft ist es aber erforderlich, den vergrößerten Lymphknoten ganz oder teilweise zu entfernen, damit diese Gewebsprobe dann histologisch untersucht werden kann. Bei oberflächlicher Lage des betroffenen Lymphknotens kann dieser Eingriff in örtlicher Betäubung erfolgen, liegt der Lymphknoten tiefer in den Halsweichteilen, wird eine Vollnarkose erforderlich.

Bei bösartigen Tumoren im Kopf-Hals-Gebiet kommt es häufig zu Absiedelungen der bösartigen Zellen in die Halslymphknoten (Lymphknotenmetastasen). In einem solchen Fall ist neben der Entfernung der Krebsgeschwulst auch eine Entfernung der Halslymphknoten auf der betroffenen Halsseite (Neck Dissektion) erforderlich. Bei Kopf-Hals-Tumoren mit einer hohen Wahrscheinlichkeit von Lymphknoten-Absiedelungen im Halsbereich ist eine vorbeugende Halslymphknotenentfernung auch ohne Nachweis eindeutiger Metastasen sinnvoll (prophylaktische Neck Dissection).

 

 

Halszyste/Halsfisteln

Halsfistelnund Halszysten entstehen durch Fehlentwicklungen der Eingeweide des Halses, sie sind also angeboren. Man unterscheidet mediane Halszysten oder -fisteln auf der Mittellinie des Halses von lateralen (seitlichen) oder branchiogenen Fisteln oder Zysten in der Umgebung des Musculus sternocleidomastoideus .

Die mediane Halszyste wird meist als prallelastische Schwellung in der Halsmitte getastet. Beim Schlucken zeigt sie eine Auf- und Abbewegung. 75% der Zysten werden vor dem 6. Lebensjahr diagnostiziert. Im Ultraschall kann ein flüssigkeitsgefüllter Hohlraum gesehen werden. Eine mediane Halsfistel stellt eine kleine Hautöffnung etwa in Halsmitte dar, aus der trübes, auch eitriges Sekret austreten kann.

 Mediane Halszyste

Laterale Halszysten oder Halsfisteln sind Überreste der Kiemenbogen bzw. Kiemenfurchen, sie werden daher auch branchiogene Halszysten oder -fisteln genannt. Die Kiemenbogen entstehen zwischen der 4. und 8. Woche der Embryonalentwicklung im Bereich des Schlunddarmes.

Am häufigsten verbleibt ein Überrest des zweiten Kiemenbogens. Bei der Entwicklung des Halses wächst der zweite Kiemenbogen über den dritten und vierten. Dabei bildet sich ein Hohlraum, der Sinus cervicalis , der normalerweise später wieder völlig verschwindet. Bildet sich dieser Hohlraum nicht komplett zurück, bleiben ein Gang oder Gangteile zurück von der Gegend der Tonsillen durch die Halsweichteile entlang der Halsschlagader bis nach außen zur Haut meist im mittleren bis unteren Drittel des Musculus sternocleidomastoideus.

Die laterale Halsfistel fällt durch eine kleine Öffnung am Vorderrand des Musculus sternocleidomastoideus seitlich am Hals auf, aus der milchiges oder eitriges Sekret fließen kann. Weist der (angeborene) Gang keine Hautöffnung nach außen auf, kann meist noch in der Kindheit oder im frühen Erwachsenenalter durch eine Entzündung relativ rasch eine prallelastische Schwellung entstehen, die laterale Halszyste, die nicht selten ein Größe über 5 cm erreicht. Sie kann dann vor dem Musculus sternocleidomastoideus getastet werden und ist meist gut sichtbar. Überbleibsel der anderen Kiemenbogen zeigen sich als Öffnungen oder Schwellungen am Hals bzw. Kiefer oder Wange. In unklaren Fällen können radiologische Untersuchungen (CT , NMR ) weiterhelfen.

 Laterale Halszyste rechts

Aufgrund der Gefahr einer Infektion mit nachfolgender Fistelbildung wird in der Regel die mediane Halszyste nach Diagnosestellung operativ entfernt. Dabei wird auch der allenfalls anhängende Fistelgang mit dem mittleren Anteil des Zungenbeins entfernt (dadurch Rezidivrate unter 5%, bei Belassen 50% Rezidive). Falls vorhanden, muss der Fistelgang bis zum Foramen caecum linguae (kleine Grube am Zungengrund) verfolgt und entfernt werden.

Auch laterale Halszysten/-fisteln sollten wegen der Gefahr einer Infektion operative entfernt werden.


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (04.05.2011)
drucken
Leistungen Operative Leistungen Halsoperationen
drucken