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Anatomie der Schädelbasis
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  Schädelbasischirurgie

Unter Schädelbasis versteht man den unteren Teil des Hirnschädels . Sie wird gebildet von Anteilen des Stirnbeins , des Siebbeins , des Keilbeins, des Schläfenbeins  und des Hinterhauptsbeins .

Die Therapie der Schädelbasis umfasst mehrere Fachgebiete. Die Fächer Hals-Nasen- Ohrenheilkunde, Neurochirurgie, die Augenheilkunde und Neuroradiologie sowie die Strahlentherapie sind involviert, so dass eine enge Zusammenarbeit unerlässlich ist, um eine qualifizierte Patientenversorgung zu gewährleisten. Im LKH Feldkirch wird besonderer Wert auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit gelegt.
Erkrankungen der Schädelbasis sind Entzündungen, Frakturen und vor allem gutartige und bösartige Tumoren, die in der Schädelbasis entstanden oder in diese eingewachsen sind. Für den Operateur ist eine genaue Kenntnis der anatomischen Strukturen unerlässlich, da diese gerade in diesem Bereich sehr komplex sind. Es bedarf daher eines erfahrenen Schädelbasischirurgen.
Nach ausgiebiger bildgebender Diagnostik erfolgt die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Planung des weiteren gemeinsamen Vorgehens der einzelnen Fachrichtungen. So ist eine umfassende Behandlung des Patienten gegeben.

Entzündungen

Im Zeitalter der modernen antibiotischen Therapie sind die Entzündungen im Bereich der Schädelbasis sehr selten. Hirnabszesse, Abszesse zwischen Hirnhaut und Schädelknochen (Epiduralabszesse) sind eine absolute Indikation zur Freilegung und Drainage des betroffenen Gebietes.

Verletzungen

Nicht jeder Schädelbasisbruch benötigt ein therapeutisches Einschreiten. Es gibt jedoch Situationen, in denen Eile geboten ist, zum Beispiel:

  • ein offenes Schädel-Hirn-Trauma ,
  • eine Augenbeteiligung mit drohender Erblindung (evtl. bei eingeklemmten Nervus opticus)
  • eine Pfählung durch einen Fremdkörper
  • ein massiver Verlust von Blut und Liquor
  • eine Fazialisparese mit möglicherweise eingeklemmtem Gesichtsnerv

Das operative Einschreiten besteht in der Regel in einer Entlastung eingeklemmter Strukturen und einer Deckung der entstandenen Bruchspalten. Dabei werden zum einen die entstandenen Risse in der harten Hirnhaut genäht, zum anderen werden die Knochendefekte mit möglichst körpereigenen Materialien (zum Beispiel Faszien ) und Fibrinkleber gedeckt. Im Bereich größerer Defekte kommen auch kleine Metallplatten, sogenannte Mikroplatten, zum Einsatz.

Die rhinobasalen Frakturen brauchen häufig eine operative Behandlung, insbesondere wenn ein Austritt von Liquor vorliegt. Bei den otobasalen Frakturen kann, sofern keine Nerven eingeklemmt sind, häufig abgewartet werden. Selbst Trommelfelldefekte und Blutansammlungen im Mittelohr heilen in der Regel spontan wieder aus.

 

Bei den Verletzungen der vorderen Schädelbasis ist das Ziel die Enttrümmerung der Frakturen unter ausgiebiger Freilegung und Darstellung des angrenzenden oberen Nebenhöhlengebiets mit Revision der Schädelbasis. Zugang ist entweder durch die Stirnhöhle, über vorhandene offene Wunden, über Bügelschnitt oder durch die Nase mit Hilfe des Endoskops. Offene Verletzungen der Hirnhaut werden chirurgisch verschlossen, um das Risiko der späteren  Hirnhautentzündung zu minimieren.

Tumoren der Schädelbasis

Die gut- und bösartigen Tumoren der Schädelbasis werden interdisziplinär diagnostiziert und behandelt. Gemeinsam mit allen chirurgischen und onkologischen Fachdisziplinen werden individuell für jeden Patienten ein entsprechendes multimodales Therapiekonzept entwickelt (z.b. „Downsizing“ durch eine neoadjuvante Chemotherapie, adjuvante Strahlentherapie / Brachytherapie, bzw. Operation).


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (04.05.2011)
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Leistungen Operative Leistungen Schädelbasischirurgie
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