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Leistungen Operative Leistungen Mittelohroperationen
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Blick auf ein gesundes Trommelfell
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Steigbügelprothesen für Stapesplastik bei Otosklerose
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  Mittelohroperationen

Die Mittelohroperationen werden in unserer Abteilung in Vollnarkose durchgeführt, der stationäre Aufenthalt beträgt 5-6 Tage.

Tympanoplastik

Die Tympanoplastik ist eine Operation des Mittelohres, bei der Trommelfell und Gehörknöchelchenkette wiederhergestellt werden. Erforderlich wird die Tympanoplastik bei einer bleibenden Trommelfellperforation oder bei Defekten der Gehörknöchelchenkette vor allem durch Verletzung oder Entzündung. Bei der Operation wird zur Rekonstruktion des Trommelfelles körpereigenes Gewebe benutzt, meist Knorpelhaut (Perichondrium). Zum Ersatz der Gehörknöchelchen werden Prothesen aus Titan verwendet.

Operative Sanierung eines Mittelohr-Cholesteatoms

Als Cholesteatom (Perlgeschwulst) des Ohres bezeichnet man eine Einwucherung von mehrschichtig verhornendem Plattenepithel in das Mittelohr mit nachfolgender chronisch-eitriger Entzündung des Mittelohrs. Cholesteatome können auch außerhalb des Ohres in der Schädelhöhle oder Schädelwand entstehen.  Ein Cholesteatom kann nur durch eine Operation entfernt werden. Begleitend wird in der Regel eine systemische Antibiotika-Therapie durchgeführt, um den Entzündungsprozess zu reduzieren und bessere Operationsverhältnisse zu schaffen. Wenn bei der Operation das Cholesteatom vollständig entfernt werden kann, können Trommelfell und Gehörknöchelchen wiederhergestellt werden. Bei ausgedehntem Cholesteatom oder erheblichen Destruktionen muss durch eine radikale Mastoidektomie eine Radikalhöhle angelegt werden. Dabei wird eine gemeinsame Höhle aus Gehörgang, Warzenfortsatzhöhle und Kuppelraum des Mittelohres hergestellt, die von außen über die erweiterte Gehörgangsöffnung einsehbar und für die Reinigung zugänglich ist. Auch in diesem Fall kann häufig das ehemalige Mittelohr mit einem neuen Trommelfell verschlossen und das Hörvermögen damit wieder verbessert werden (sog. flache Pauke).

Stapesplastik bei Otosklerose

Die Otosklerose ist eine Erkrankung des Knochens, der das Innenohr umgibt. Sie führt durch eine Fixierung der Steigbügelfussplatte im ovalen Fenster zu einer langsam zunehmenden Schalleitungsschwerhörigkeit. Erkrankungsherde im Bereich der Schnecke können zusätzlich eine Innenohrschwerhörigkeit verursachen. Die Otosklerose beginnt meist auf einem Ohr mit einer langsam zunehmenden Schwerhörigkeit. Später ist häufig auch das andere Ohr mitbetroffen. Nicht selten ist die Erkrankung mit einem Ohrgeräusch verbunden, das oft im Frequenzbereich der tieferen Töne lokalisiert und für den Patienten meist außerordentlich störend ist. Die Operation, bei der der fixierte Steigbügel teilweise oder völlig durch eine Prothese ersetzt wird, bezeichnet man als Stapesplastik. Dabei wird nur der obere Teil des Steigbügels entfernt, die unbewegliche Steigbügelfußplatte wird mittels einer Nadel, Bohrer oder eines Lasers eröffnet und eine künstliche Prothese aus Titan  zur Schallübertragung eingesetzt. Diese Operationstechnik ist heute Methode der Wahl und führt in mehr als 90 % der Fälle zu einer deutlichen Verringerung der Schallleitungsschwerhörigkeit. Eine allenfalls zusätzlich vorhandene Innenohrschwerhörigkeit kann jedoch auch durch die Operation nicht gebessert werden.


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (03.05.2011)
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