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Leistungen Operative Leistungen HNO - Basischirurgie: Tonsillektomie, Tonsillotomie, Adenotomie, Paracentese, Septumkorrektur
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Tonsillektomie
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  HNO - Basischirurgie: Tonsillektomie, Tonsillotomie, Adenotomie, Paracentese, Septumkorrektur

 In unserer Abteilung wird die HNO-Basischirurgie von erfahrenen Operateuren routinemäßig durchgeführt. In dieser Seite finden Sie einen Überblick über diese häufigen Eingriffe.

Tonsillektomie: operative Entfernung der Gaumenmandel

Eine Tonsillektomie kann erforderlich werden, wenn über längere Zeit antibiotikapflichtige Mandelentzündungen auftreten (etwa drei bis sechs Mal im Jahr) oder wenn durch stark vergrößerte Mandeln die Atmung behindert wird oder sogar Atemaussetzer bestehen. Auch der Verdacht auf bösartige Erkrankung der Mandeln ist eine Indikation zur Operation. Eine zusätzliche Indikation der Operation besteht  wenn ein chronischer Infektionsherd mit Streuwirkung vermutet wird (Fokustheorie ). Während in den 1960er Jahren die Gaumenmandeln bereits im Kindesalter beinahe routinemäßig entfernt wurden, wird die Indikation heute wesentlich strenger gestellt. Es ist inzwischen gesicherte Erkenntnis, dass die Tonsillen als Teil des Immunsystems gerade im Kindesalter eine wichtige Abwehrfunktion erfüllen. Daher sollte die Tonsillektomie nach überwiegender Meinung möglichst nicht vor dem 6. Lebensjahr durchgeführt werden. Bei uns wird die Tonsillektomie in Narkose, stationär durchgeführt, der stationäre Aufenthalt beträgt 2-7 Tage.

Tonsillotomie: operative Teilentfernung der Gaumenmandel

Der Eingriff wird vor allem bei Kindern zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr durchgeführt und ist eine Alternative zur Tonsillektomie , der vollständigen Entfernung der Gaumenmandel. Die Tonsillotomie wird bei erheblicher Tonsillenvergrößerung empfohlen, die mit Behinderung der Atmung oder des Schluckens verbunden ist. Sie kann entweder mit dem Laser oder mittels Elektrokoagulation durchgeführt werden. Der Vorteil gegenüber der Tonsillektomie besteht vor allem in der sehr geringen Nachblutungsrate. Bei chronischer Tonsillitis (chronische Gaumenmandelentzündung) oder gehäuften akuten Tonsillitiden (Anginen) soll keine Tonsillotomie durchgeführt werden, da es in der Folge zu weiteren Entzündungen oder wegen der narbigen Veränderungen an der Resttonsille zu (gefährlichen) Abszessen kommen könnte. In diesen Fällen wird weiterhin die althergebrachte Tonsillektomie mit stationärem Aufenthalt bis zu einer Woche durchgeführt. Chronische Mandelentzündungen sind im Kindesalter aber selten. Bei uns wird die Tonsillotomie in Narkose, stationär durchgeführt, der stationäre Aufenthalt beträgt 2-3 Tage.

Adenotomie: operative Entfernung der vergrößerten Rachenmandel

Vergrößerte Rachenmandeln treten typischerweise im Kindesalter auf, die Adenotomie wird daher fast ausschließlich bei Kindern durchgeführt. Adenoide führen u. a. über eine Verlegung der Eustachischen Röhre zu einer Belüftungsstörung des Mittelohres . Dies kann zu einer Hörstörung wegen eines Paukenergusses , zu häufigen Mittelohrentzündungen und in weiterer Folge zu einem verzögerten Spracherwerb der betroffenen Kinder führen. Weiterhin kann die Nasenatmung stark behindert sein, was sich in Schnarchen der Kinder äußert und eine höhere Infekthäufigkeit verursacht. Die Rachenmandel kann im Gegensatz zu den Gaumenmandeln nachwachsen und muss deshalb gelegentlich erneut entfernt werden. Nachteile der Adenotomie auf die Immunabwehr sind nicht bekannt. Deshalb operiert man die Rachenmandel im Gegensatz zu den Gaumenmandeln auch schon bei Kleinkindern, die meisten Operationen werden zwischen dem 2. und 6. Lebensjahr notwendig. Bei uns wird die Adenotomie in Narkose, entweder tageschirurgisch oder stationär durchgeführt.

Parazentese:Trommelfellschnitt

Die Parazentese ist eine kleine Operation, die zur Wiederherstellung der Mittelohrbelüftung meist bei verstopfter Ohrtrompete dient. Bei der Parazentese wird ein kleiner Schnitt in den vorderen, unteren Teil des Trommelfells gemacht. Um einen vorzeitigen Verschluss dieses Schnittes zu verhindern, wird in manchen Fällen noch ein Paukenröhrchen in den Schnitt eingelegt. Dieses Röhrchen fällt in der Regel nach einiger Zeit wieder von selbst aus dem Schnitt heraus und der Schnitt verheilt ohne weitere Therapie. Bei uns wird die Parazentese in der Regel tageschirurgisch durchgeführt.

Septumkorrektur: chirurgische Korrektur der Nasenscheidewandverbiegung

Achtzig  Prozent der Menschen haben eine geringfügig aus der Medianebene verlagerte Nasenscheidewand . Diese leichte Form der Scheidewandverbiegung ist meist symptomlos und kann daher als normal betrachtet werden. Eine erhebliche Verkrümmung ist jedoch häufig mit Atembehinderung verbunden und geht mit einer Hyperplasie der Nasenmuscheln einher, weil Asymmetrien des Nasengangvolumens durch die Muscheln kompensiert werden. Nasenscheidewandverbiegungen können angeboren oder durch Trauma entstanden sein. Nasenscheidewandverbiegungen und begleitende Nasenmuschelhyperplasien können zu Behinderung der Nasenatmung mit Schlafstörungen und Schnarchen sowie Begleiterkrankungen wie Nasennebenhöhlenentzündungen und Rachenentzündungen führen. Auch das Entstehen von Mittelohrentzündungen oder Geruchsstörungen wird durch eine gestörte Nasenbelüftung begünstigt. Verbiegungen im Naseneingangsbereich haben manchmal Nasenbluten zur Folge, knöcherne Auswüchse mit Kontakt zur seitlichen Nasenwand können Kopfschmerzen hervorrufen. Die moderne funktionelle Nasenchirurgie begründete der US-Amerikaner Maurice H. Cottle . Das Operationsprinzip beruht darauf, verbogene Knorpelstrukturen der Nasenscheidewand nicht zu resezieren, sondern durch schonende Bearbeitung zu begradigen und zur Stützfunktion in der Nase zu belassen. Auch die knöchernen Strukturen der Nasenscheidewand werden in die Korrektur einbezogen.Nach dem Eingriff ist eine innere Schienung der Nase erforderlich, um ein gerades Zusammenwachsen der Nasenscheidewand zu gewährleisten und Blutergüsse zu verhindern. Diese Schienung wird in der Regel mit zwei Kunststoff-Plättchen ("Splints") oder mit Folien vorgenommen, die beidseits an die korrigierte Nasenscheidewand angenäht werden und diese stabilisieren. In der Regel wird auch eine Nasentamponade durchgeführt. Die Tamponade wird am 3. oder 4. postoperativen Tag entfernt. Bei uns wird die Operation in Narkose, stationär durchgeführt, der stationäre Aufenthalt beträgt 4-5 Tage.

 

 

 


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (03.05.2011)
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