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Leistungen Endokrine Chirurgie Nebenschilddrüse
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Nebenschilddrüse

Die Nebenschilddrüse besteht in der Regel aus 4 Epithelkörperchen, die am Hals hinter der Schilddrüse gelegen sind. Ihre Zahl und Lage können aber variieren.

Die Nebenschilddrüse produziert Parathormon. Bei einer Überfunktion der Drüse (Hyperparathyreoidismus) bewirkt die überschießende Parathormonsekretion eine erhöhte Kalziumfreisetzung aus den Knochen und somit eine Störung im Kalzium-Phosphat-Stoffwechsel. Die Folge können verschiedenste Krankheitsbilder im Bereich der Nieren, des Skelettsystems, des Magendarmtraktes, der Nerven und sogar der Psyche sein.
Patienten mit einem Hyperparathyreoidismus sind nur durch eine Operation zu heilen.

Man unterscheidet 2 Formen des Hyperparathyreoidismus:

  1. Die primäre Form:
    Die Ursache können gutartige Gewächse (Adenome) in einzelnen Epithelkörperchen, Vergrößerung aller Epithelkörperchen (Eindrüsen- bzw. Vierdrüsenerkrankung) oder seltenerweise Nebenschilddrüsenkrebse sein.
  2. Die reaktive (sekundäre, tertiäre) Form:
    Sie tritt bei Patienten mit chronischem Nierenversagen bzw. unter Dialysebehandlung auf. Es kommt zur Vergrößerung mehr minder aller Epithelkörperchen.

Operationstaktik:

Das operationstaktische Vorgehen richtet sich nach dem Befund (Eindrüsen- oder Mehrdrüsenerkrankung), der während der Operation richtig erkannt werden muss. Dazu ist meist eine ausgiebige Exploration der Halsregion erforderlich.

Prinzipiell können folgende Vorgangsweisen angezeigt sein:

  • Entfernung einzelner adenomtragender Epithelkörperchen
    (Abbildung 1: Epitelkörperchenadenom)
  • Subtotale (3 ½) Parathyreoidektomie
  • Totale Parathyreoidektomie: Entfernung aller 4 Epithelkörperchen - (s.a. Abb.2) mit Transplantation von normalem Nebenschilddrüsengewebe in die Unterarmmuskulatur.
    Abbildung 2 zeigt entfernte Epithelkörperchen bei sekundärem Hyperparathyreoidismus

Hilfreich sind während der Operation laufende Parathormonbestimmungen im Blut mit einem Schnellassay.

Aufgrund der kurzen Halbwertszeit des Parathormons sinkt der erhöhte Blutspiegel in kurzer Zeit drastisch ab, wenn das krankheitserregende hyperaktive Nebenschilddrüsengewebe ausreichend entfernt wurde. Dies zeigt an, dass das Operationsziel erreicht wurde, Operationsdauer und -ausmaß können damit deutlich reduziert werden.
Nur in 2 - 5 % treten nach der Operation die Zeichen des Hyperparathyreoidismus wieder auf bzw. bleiben persistent, sodass eine neuerliche Operation erforderlich wird.


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (16.12.2004)

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