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Leistungen Thoraxchirurgie Minimalinvasive Thoraxchirurgie
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Minimalinvasive Thoraxchirurgie

(videoassistierte Thoraxchirurgie)

Bei der Entwicklung und Einführung der minimalinvasiven Chirurgie spielte unsere Abteilung österreichweit eine Vorreiterrolle - als dritte chirurgische Abteilung landesweit wurde die laparoskopische Gallenblasenentfernung eingeführt.

Die Entwicklung der minimalinvasiven Chirurgie beschränkte sich bei uns nicht nur auf den Bauchraum ( Abdomen), sondern wurde unter anderem auch auf den Brustkorb (Thorax) und seine Organe ausgeweitet.

Dabei sind die Vorteile der „Schlüssellochchirurgie“ am Thorax für den Patienten von besonderem Stellenwert. Hervorzuheben ist hierbei vor allem die deutlich reduzierte Schmerzhaftigkeit postoperativ, die einerseits vom Patienten subjektiv geschätzt wird, sich jedoch andererseits deutlich vorbeugend gegen eine Reihe von potentiellen Komplikationen, wie z. B. Lungenentzündung, auswirkt.

Deutlich raschere Erholung, kürzerer Krankenhausaufenthalt, sowie kürzerer Krankenstand und nicht zuletzt optimales kosmetisches Ergebnis sind weitere relevante Vorteile.

Die präoperativen Untersuchungen sind grundsätzlich die gleichen wie bei der „ offenen“ Thoraxchirurgie (siehe auch dort). Die bildgebenden Untersuchungen - Lungenröntgen (Thoraxröntgen), Computertomographie (CT) und ggf. PET (PositronenEmisionsTomograph) geben uns Auskunft über die Lokalisation und zu einem großen Teil auch über die Art der Erkrankung.

Essentiell ist vor der Operation auch die sogenannte Funktionsdiagnostik, die uns darüber Auskunft gibt, ob die bei manchen Operationen verkleinerte Lunge nach der Operation für den jeweiligen Patienten funktionstüchtig genug bleibt.

Erfreulicherweise besteht zwischen unserer Abteilung und der Pulmonologischen Abteilung in Gaisbühel eine intensive Zusammenarbeit. Diese betrifft nicht nur die exakte präoperative Abklärung, sondern auch die Vorbereitung vor der Operation, wobei hierbei die Optimierung der Lungenfunktion (z.B. durch Atemgymnastik, Inhalationen) zu verstehen ist.

Ein minimalinvasiver thoraxchirurgischer Eingriff wird stets in Vollnarkose durchgeführt.

Durch drei (bis höstens vier) kleine Einstiche wird eine 9 mm im Durchmesser messende Videokamera eingeführt. Der Eingriff selbst wird durch speziell dafür entwickelte Instrumente ausgeführt. Abschließend wird die Luft, die zwischen das Lungenfell und das Rippenfell gelangt, durch das Einbringen eines Drains entfernt.

Das Operationsspektrum der minimalinvasiven Thoraxchirurgie ist im Unterschied zu den „offenen“ Operationen am Brustkorb etwas unterschiedlich. Auch wenn manche Erkrankungen sowohl „offen“(konventionell), als auch minimalinvasiv (thorakoskopisch) operiert werden können, gibt es doch eine klar definierte Gruppe an Erkrankungen, wo die minimalinvasive Operation die Methode der Wahl (Goldstandard) darstellt, d.h. nach dem jetzigen Wissensstand soll der Eingriff grundsätzlich thorakoskopisch erfolgen.

Einige Beispiele für routinemäßig durchgeführte Eingriffe am Thorax:

- Operation eines Spontanpneumothorax - die Ursache ist eine rupturierte (geplatzte) Emphysemblase, meist im Lungenspitzenbereich, die zum Lungenkollaps (Zusammenfallen der Lunge), verbunden meist mit plötzlicher Atemnot führt. Der Eingriff besteht in thorakoskopischer Resektion (Entfernung) der Emphysemblase und Teilentfernung des Rippenfells.

- Thorakoskopische Sympathektomie- hierbei werden einige Ganglien (Knoten) des vegetativen (sympathischen) Nervensystems, die im Brustkorb entlang der Wirbelsäule verlaufen, entfernt. Die Entfernung der Ganglien, die für den Arm zuständig sind für ungedrosselten Blutfluss in den Schlagadern des Armes; es wird zugleich das Schwitzen am Arm (deutlich merklich an den Handflächen) gestoppt. Die Operation wird daher einerseits bei Durchblutungsstörungen, andererseits bei krankhaft erhöhtem Schwitzen durchgeführt. Die Belastung durch die Operation ist derart gering, dass sie gleichzeitig auf beiden Seiten durchgeführt werden kann.

- Entfernung von an der Lungenoberfläche liegenden Herden- bei diesem Eingriff werden die an der Lungenoberfläche und daher gut sichtbare Herde/Knoten mit einem speziell konstruierten Klammernahtgerät entfernt. Das Gerät schneidet den Knoten heraus, gleichzeitig klammert die Schneidefläche zum gesunden Lungengewebe . Falls die entfernte Veränderung gutartig ist, erspart man sich weitere Eingriffe.

- Diagnostische Thorakoskopie - vordergründig ist die Diagnosestellung. Dies betrifft einerseits die Unterscheidung zwischen „ gutartig“ und „bösartig“ - durch Entfernung eines Knotens wie oben beschrieben, oder aber durch kleinere Probenentnahmen (Zangenbiopsie). Eine weitere Fragestellung ist die Beurteilung der Entfernbarkeit (Operabilität) grundsätzlich, sowie die sich daraus ergebende Planung der weiteren Behandlung. Vereinfacht gesagt, geht es darum, möglichst viele Informationen durch die kleinst mögliche Belastung des Patienten zu erhalten.

Die minimalinvasive Thoraxchirurgie unterliegt selbstverständlich einem stetigen Wandel, der sowohl die Fortschritte der medizinischen Wissenschaft als auch die Veränderungen und Verbesserungen der technischen Entwicklung auf der Geräteseite beinhaltet. Wir sind stets bemüht, die Fortschritte auf diesem Gebiet der Chirurgie in unser Leistungsangebot aufzunehmen.


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (16.12.2004)

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