Vlbg. KH-Betriebsgesellschaft Feldkirch Anästhesie
 


Startseite Kontakt Sitemap Impressum

Erweiterte Suche
suchen!
Home
Aktuell
Abteilung
Leistungen
Patienteninformation
Intensivstation
Anästhesieambulanz
Schmerztherapie
Geburtshilfliche PDA
Patienten & Besucher
Kontakt


Patienteninformation Geburtshilfliche PDA
drucken

Die geburtshilfliche Periduralanästhesie (PDA)

Die geburtshilfliche Periduralanästhesie ist eine effektive Form der Behandlung von Geburtsschmerzen.

Durch die sinnvolle Anwendung dieser Schmerztherapie kann der Kreislauf aus Verspannung, Angst und Schmerzen unterbrochen werden.

Die PDA ist ein Regionalanästhesieverfahren, d.h. die Betäubung setzt genau da an, wo dieser Schmerz entsteht und wahrgenommen wird.

Das Schmerzmittel wird über einen sehr dünnen Schlauch (Katheter) im unteren Bereich der Wirbelsäule in der Nähe von Nervenwurzeln gespritzt, sodass die untere Körperhälfte schmerzunempfindlich wird.

Die PDA wird mit sogenannten Lokalanästhetika durchgeführt, diese hemmen die Fortleitung des Schmerzsignals in den Nerven, somit wird der Schmerz nicht mehr wahrgenommen. In Abhängigkeit von der Dosis werden nicht nur Schmerzimpulse gehemmt, auch andere Sinneswahrnehmungen wie Berührung oder Temperaturempfinden können blockiert sein. Manchmal wird auch die Muskelkraft etwas herabgesetzt.

Über eine Pumpe wird kontinuierlich das Lokalanästhetikum kombiniert mit einem morphiumähnlichem Mittel über den Katheter verabreicht, zusätzlich kann sich die Gebärende über ein Kabel, falls es nötig ist, nochmals Schmerzmittel zuführen (sogenannte patientenkontrollierte PDA).

Durch Tasten des Beckenkamms verschafft sich der/die Anästhesist/in einen Anhaltspunkt über die Einstichhöhe im Bereich der Lendenwirbel 3 und 4. Danach betäubt er/sie den Bereich zwischen den Wirbelkörpern mit einer Betäubungsspritze.

Nach Legen des Katheters und Gabe des Schmerzmittels ist die Schmerzlinderung schon nach 10-15 Minuten spürbar. Häufig fühlt sich der betäubte Bereich warm an und es stellt sich ein Kribbeln oder ein Gefühl der Taubheit ein, v.a. im Bereich der Beckenregion. Manchmal können sich auch die Beine schlaff und eingeschlafen anfühlen.

Die Medikamentendosis wird so gewählt, dass ein „Pressen“ möglich bleibt.

Falls durch die PDA die Aktivität der Wehen vorübergehend nachlässt, kann die Wehentätigkeit durch einen sogenannten Wehentropf gesteigert werden.

Nach der Geburt ist ein schmerzloses Ziehen des nur durch Klebestreifen befestigten Katheters möglich, nach ca. 1 Stunde stellt sich in den vorher betäubten Bezirken wieder ein normales Empfinden ein.

Sollte durch Hebamme und Gynäkologen die Indikation für einen Kaiserschnitt gestellt werden, bleibt meistens genug Zeit, um eine totale Betäubung der unteren Körperhälfte mit Hilfe des Katheters zu erreichen. Dazu wird der Katheter mit einem starken Medikament aufgespritzt. Der Kaiserschnitt kann nun in völliger Schmerzfreiheit erfolgen und Sie können die Geburt Ihres Kindes wach miterleben.

Die PDA ist eine für Mutter und Kind sehr sichere Methode.

Bei fachgerechter Anwendung hat sie keine nennnenwerten Nachteile für das Neugeborene.

Bei der Mutter unterscheiden wir zwischen Nebenwirkungen und den sehr seltenen Komplikationen.

Mögliche Nebenwirkungen sind:

  • vorrübergehende Blasenentleerungsstörungen
  • Kreislaufreaktionen

Diese sind rasch behandelbar.

Seltene Komplikationen sind:

  • Medikamentenunverträglichkeit
  • versehentliches Einspritzen des Schmerzmittels in ein Blutgefäß oder die Rückenmarksflüssigkeit. Hierbei kann es in ganz seltenen Fällen zu einem Herzkreislauf- oder Atemstillstand kommen.
  • Kopfschmerzen aufgrund einer Verletzung der Rückenmarkshaut

Extrem seltene Komplikationen:

  • bleibende Lähmungen, im Extremfall Querschnittslähmungen
  • Entzündungen oder Nervenverletzungen
  • Verschlechterung des Seh- und Hörvermögens

Bei sachgerechter Durchführung sind derartige früherkannte Komplikationen im Allgemeinen gut behandelbar.

Interessierte Schwangere können sich von Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr in unserer AN-Ambulanz informieren bzw. aufklären lassen.

 
Aufklärung geburtshilfliche PDA (pdf)

Patienteninformation Geburtshilfliche PDA
drucken